Miezen reisen zum Auswärtsspiel nach Oldenburg

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Die holländische Nationalspielerin Celine Michielsen wechselt zur neuen Saison zum TuS Metzingen.

TRIER. Frauenhandball-Bundesligist DJK/MJC Trier tritt am Samstag beim VfL Oldenburg (18 Uhr, EWE-Arena) an. Beim Tabellenfünften erwartet die Miezen ein schweres Spiel, bei dem ein Erfolg nur aus der Außenseiterrolle möglich ist. Koblenz, dem Konkurrenten im Abstiegskampf, ist kürzlich mit dem Remis in Blomberg ein solcher Coup gelungen, womit der Druck im Abstiegskampf für die Miezen steigt. Daneben laufen bereits wieder die Gespräche für den Kader der neuen Saison.

Acht Partien bleiben den Miezen noch, um die zwei Punkte Rückstand auf die Konkurrenten Koblenz und Celle wettzumachen, und sich damit den Verbleib in der 1. Handball Bundesliga zu sichern. Angesichts direkter Duelle gegen beide Teams kein unmögliches Unterfangen. Dennoch hat Koblenz gerade erst mit einem Remis gegen Blomberg gezeigt, dass Punkte abseits der Erwartungen am Ende der Saison möglicherweise entscheiden, wer die Klasse halten kann. Entsprechend müssen auch die Miezen am Samstag trotz klarer Außenseiterrolle die Überraschung versuchen.

Beim Hinspiel gab es nichts zu holen für Trier (23:36 im Oktober 2014), doch die jüngsten starken Auftritte auch gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte mahnen dazu, die eigene Chance zu suchen. Zudem haben Oldenburg zuletzt zwei Niederlagen gegen Leverkusen und Blomberg kassiert und musste davor gegen Bad Wildungen, Bietigheim und Celle hart um den Sieg kämpfen. Unschlagbar scheinen die Oldenburger daher auch nicht, sind dennoch in dieser Partie unbestrittener Favorit.

Parallel dazu laufen im Hintergrund derzeit bereits wieder die Gespräche für den Kader der kommenden Spielzeit. Einige potenzielle Zugänge waren schon zum Probetraining in Trier und die Verantwortlichen sind zuversichtlich, auch für die Saison 2015/16 wieder gute Spielerinnen an die Mosel holen zu können. Die Planungen gestalten sich allerdings schwierig, weil sowohl für die 1. als auch für die 2. Liga Konzepte erarbeitet werden müssen, wobei neben den sportlichen Erfordernissen auch die finanziellen Rahmenbedingungen unterschiedlich sind. Die sportliche Entscheidung über die Klassenzugehörigkeit könnte möglicherweise erst sehr spät fallen. Entsprechend kann es auch sein, dass Verträge erst danach endgültig unterschrieben und bekanntgegeben werden können.

Dass Trier trotz begrenzter personeller und finanzieller Mittel aber immer wieder aufs Neue einen guten Riecher beim Aufspüren talentierter Spielerinnen hat, beweisen die zahlreichen Bundesliga-Akteurinnen, die bei den Miezen in den vergangenen Jahren den Sprung in die höchste deutsche Spielklasse geschafft haben. Eine dieser Akteurinnen ist auch Celine Michielsen. Die Kreisläuferin kam zur aktuellen Saison nach Trier und zeigte einen sehr starken Auftakt, ehe sie eine Kreuzbandverletzung allzu jäh stoppte. Nun geht Michielsen der Genesung entgegen, hat sich aber für die kommende Spielzeit für einen Wechsel zum aufstrebenden und finanzstarken Club aus Metzingen entschlossen, wo man offensichtlich auf ihr Talent aufmerksam wurde.

Der Miezen-Vorstand ist darüber nicht glücklich, wünscht Michielsen aber für die nächsten Karriereschritte viel Erfolg: „Es ist sehr schade, weil wir eine Spielerin verlieren, der wir mit unserem Vertrauen die Tür zur Bundesliga geöffnet haben“, so Jürgen Brech. Michielsen war ein Zweijahres-Kontrakt angeboten worden, doch die Niederländerin zog eine Option: „Wegen ihrer Verletzung hatte Celine leider vergleichsweise wenig Einsätze und wir hätten uns auf die Zeit danach mit ihr gefreut. Dennoch danken wir ihr herzlich für ihr Engagement und wünschen alles Gute für die Zukunft“, so Brech, der aber auch betont, dass die Gespräche mit den Spielerinnen für die kommende Saison gut verlaufen und man sich wieder auf bekannte, aber auch sehr spannende, neue Gesichter freuen wird dürfen: „Die feststehenden Abgänge sind zwar sehr schade, aber dennoch kein Grund betrübt in die kommende Spielzeit zu schauen. Wir haben da gute Optionen in der Hand“, so Brech. Vor Michielsen hatte bereits Toptorjägerin Katrin Schneider, die ebenfalls in Trier zur Topspielerin reifte, ihren Wechsel nach dieser Saison zur TSG Ketsch verkündet. Sanne Backehd ist bereits in ihre schwedische Heimat zurückgekehrt. red/wir

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