TRIER. Mehr Grün, mehr Bewegung, mehr Aufenthaltsqualität: Der Rautenstrauchpark in Trier soll deutlich aufgewertet werden. Die kleine Grünanlage in der Nähe des Stockplatzes, die bislang oft übersehen wird, soll künftig zu einem attraktiveren Ort für Erholung, Begegnung und Freizeit mitten in der Innenstadt werden. Geplant sind unter anderem ein neues Eingangsportal, ein moderner Spielplatz, Sportgeräte und ein Streetballfeld.
Rautenstrauchpark in Trier soll attraktiver und offener werden
Mit der geplanten Umgestaltung will die Stadt Trier den Rautenstrauchpark stärker ins Bewusstsein rücken und als innenstadtnahe öffentliche Grünfläche neu positionieren. Baudezernent Thilo Becker betont, der Park sei die am nächsten zum Stadtzentrum gelegene öffentliche Grünfläche. Ziel sei es, mit einer beispielhaften, bürgernahen und transparenten Planung ein Angebot für alle Generationen und Gesellschaftsschichten zu schaffen.
Im Vorfeld waren in verschiedenen Beteiligungsformaten Bedarfe ermittelt und Ideen gesammelt worden.
Neues Eingangsportal an der Jakobstraße geplant
Ein zentraler Baustein der Aufwertung ist ein neuer Haupteingang an der Jakobstraße. Dieser soll mit einer Pergola, einem Wasserspiel, Sitzbänken und einem neuen Pflasterbelag ausgestattet werden.
Damit soll der Park nicht nur sichtbarer, sondern auch einladender werden. Die bislang eher versteckte grüne Oase im Herzen der Stadt soll so zu einem Ort werden, an dem Bewohner und Besucher gezielt eine Pause vom Trubel der Fußgängerzone einlegen können.
Spielplatz, Streetballfeld und Calisthenics-Anlage vorgesehen
Auch für Bewegung und Freizeit ist in den Planungen einiges vorgesehen. Der Spielplatz wird modernisiert und an die Ostseite entlang der Wilhelm-Rautenstrauch-Straße verlegt.
Auf der westlichen Seite des Parks, direkt am Parkhaus Hauptmarkt, soll ein neues Streetballfeld mit einer Fläche von acht mal zehn Metern entstehen. Ergänzt wird dieser Bereich durch eine Calisthenics-Anlage mit verschiedenen Sport- und Fitnessgeräten.
Damit soll der Park künftig nicht nur ein Ort zum Verweilen, sondern auch ein Treffpunkt für sportliche Aktivitäten werden.
Terrasse wird entsiegelt und in den Park integriert
Ein weiterer wichtiger Punkt: Die heutige Terrasse des Warsberger Hofs an der Südseite des Parks wird nicht mehr für die Gastronomie benötigt. Deshalb soll die Fläche entsiegelt und wieder in den Park einbezogen werden.
Dadurch gewinnt die Grünanlage zusätzlichen Raum und kann in ihrer Wirkung deutlich aufgewertet werden.
Naturdenkmäler im Rautenstrauchpark bleiben besonders geschützt
Bei der Planung spielt auch der Baumbestand eine wichtige Rolle. Besonders im Fokus stehen die beiden noch vorhandenen Naturdenkmäler im Park: eine Schwarznuss und eine Säuleneiche.
Diese sollen geschützt und gepflegt werden. Gleichzeitig ist vorgesehen, den vorhandenen Bestand durch behutsame Neuanpflanzungen weiterzuentwickeln. Auch das Thema Regenwasser wurde mitgedacht: Es soll vor Ort in einer Retentionsmulde versickern.
Kosten, Beschluss und Zeitplan
Die Kosten für die Aufwertung des Rautenstrauchparks werden auf rund 850.000 Euro geschätzt. Der Großteil soll über Bundes- und Landeszuschüsse im Rahmen des Städtebau-Förderprojekts „Lebendiges Zentrum Innenstadt Trier“gedeckt werden.
Wenn der Stadtrat im April den Baubeschluss fasst, kann anschließend die Detailplanung beginnen. Der voraussichtliche Baubeginn wäre dann Ende 2026. Die Eröffnung des runderneuerten Parks ist für den Sommer 2027 vorgesehen.
















