Wahl in Rheinland-Pfalz: Niedrigerer Anteil von Briefwählern

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Eine Frau macht ein Kreuz auf einem Wahlzettel. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

MAINZ – Die Landeswahlleitung rechnet bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz an diesem Sonntag mit weniger Briefwahlstimmen. Bis Mittwoch hätten rund 34 Prozent aller Stimmberechtigten im Land die Briefwahl beantragt, teilte Landeswahlleiter Marco Ludwig mit.

Werde von einer Wahlbeteiligung von 65 Prozent ausgegangen, würde das einem Briefwähleranteil an allen Wählerinnen und Wählern von 52 Prozent entsprechen. 

Bei der Landtagswahl im Jahr 2021 hatten in Rheinland-Pfalz rund 66 Prozent aller Wählerinnen und Wähler die Briefwahl genutzt. Grund für den damals hohen Wert war nach Angaben der Landeswahlleitung vor allem die Corona-Pandemie. Die Wahlbeteiligung insgesamt hatte 2021 bei 64,3 Prozent gelegen.

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Noch ist Briefwahl möglich

Briefwahl kann noch bis Freitag um 15.00 Uhr bei der zuständigen Verbandsgemeinde- oder Stadtverwaltung beantragt werden. Dabei müsse aber sichergestellt werden, dass der Antragsbrief auch rechtzeitig dort eingeht. Der Postweg sei dafür zum derzeitigen Zeitpunkt nicht mehr ausreichend, betonte Ludwig.

Die Wahllokale für die Urnenwahl sind am Sonntag von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Eine Wahlteilnahme ist auch ohne Wahlbenachrichtigung möglich. In einem solchen Fall reicht die Vorlage eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses sowie die Eintragung im Wählerverzeichnis aus.

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