Nach Messerattacke in Kinderbeuern: Staatsanwaltschaft Trier erhebt Anklage wegen versuchtem Mord

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Foto: Marcus Führer/dpa/Symbolbild

TRIER/KINDERBEUERN – Die juristische Aufarbeitung des Gewaltverbrechens vom September in Kinderbeuern erreicht die nächste Stufe. Die Staatsanwaltschaft Trier hat offiziell Anklage gegen einen 21-jährigen Mann erhoben.

Dem Beschuldigten wird zur Last gelegt, einen 20-jährigen Bekannten unter einem Vorwand in Kinderbeuern aufgesucht und unvermittelt angegriffen zu haben. Nach dem Einsatz von Pfefferspray soll der Täter dem Opfer zwei lebensgefährliche Stiche in den Rücken versetzt haben.

Spektakuläre Festnahme nach internationaler Fahndung

Der Fall erlangte bundesweite Aufmerksamkeit durch eine Ausstrahlung in der Sendung „Aktenzeichen XY – ungelöst“. Der Tatverdächtige blieb über zwei Monate lang unauffindbar, bis er im November von einer Streife in Trier erkannt wurde. Eine kurze Flucht mit dem Pkw endete in der Ortschaft Igel mit der vorläufigen Festnahme. Seit diesem Zeitpunkt befindet sich der junge Mann in Untersuchungshaft, ohne jedoch Angaben zur Sache oder seinem Aufenthaltsort während der Flucht zu machen.

Gericht entscheidet über Prozesseröffnung

Die Anklage wertet die Tat aufgrund des Überraschungsmoments als heimtückisch und stuft sie als versuchten Mord ein. Da das Motiv weiterhin völlig unklar bleibt, erhoffen sich die Beteiligten durch die Hauptverhandlung neue Erkenntnisse. Das Landgericht Trier prüft nun die Zulassung der Anklageschrift und wird zeitnah über den Beginn der mündlichen Verhandlung entscheiden. Das Opfer konnte glücklicherweise nach einer medizinischen Behandlung im Krankenhaus gerettet werden.

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