Über 21 Tonnen (!) zu viel: Polizei stoppt überladenen Holztransport auf B51

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Foto: Polizeipräsidium Trier

OLZHEIM. Trotz der Intensivierung von Kontrollen bei Holztransporten in der Vergangenheit stoppten Beamte der Schwerlastkontrollgruppe des Polizeipräsidium Trier erneut einen völlig überladenen Langholztransport bei Olzheim. Dabei wurde am Mittwochmorgen auf der B51 ein deutscher Langholztransport mit Fichtenstämmen auf dem Weg zum Sägewerk bei Olzheim gestoppt, dessen erster Eindruck schon nichts Gutes erahnen ließ.

Bei einer anschließenden Verwiegung mittels einer polizeieigenen Radlastwaage wurde ein Gesamtgewicht von 61.200 Kg festgestellt. Dies bedeutete, dass der Fahrer über 21 Tonnen zu viel geladen hatte, und der Holztransport somit um 53 % überladen war. Da der Fahrer zudem noch gegen weitere Auflagen der Ausnahmegenehmigungen verstieß, zogen die Beamten sämtliche Ausnahmengenehmigungen ein und untersagten umgehend die Weiterfahrt.

Die Fichtenstämme mussten vor Ort komplett umgeladen werden und in mehreren Fahrten von einem anderen Holztransport zum Sägewerk transportiert werden. Gegen den Fahrer wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet und gegen das Unternehmen ein Verfahren, wonach der gesamte Frachterlös eingezogen werden kann. In der Vergangenheit stellen die Beamten immer häufiger Verstöße gegen die gesetzlich vorgeschriebenen Maße und Gewichte fest. Insbesondere die Verstöße mit einem deutlichen Überschreiten des zulässigen Gesamtgewichtes sind dabei weiter ansteigend. Daher wird die Polizei ihre Kontrollen im Hinblick auf die Einhaltung der Maße und Gewichte weiter fortfahren. (Quelle: Polizeipräsidium Trier)

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3 Kommentare

  1. Immer wieder das gleiche mit den Holztransporter. Wenn was passiert wird geheult. Nicht nur ne Geldbuße gebt denen mal ein richtiges Brett. Das muss richtig wehtun dann wirkt es.

  2. Bei solchen Verstössen,kein Wunder,dass die Materialpreise steigen, und zudem noch die Abzocke bei den
    Benzin/Dieselpreisen. Aber einige müssten nochmal die Schulbank drücken oder etwas schlauer angehen.

    • Was hat denn jetzt das eine mit dem andern zu tun?

      Fakt ist doch, dass der LKW stark überladen war und somit die Straßen über Gebühr belastet und kaputt macht. Der mögliche (!) Einzug des Frachterlösses bringt hier in der Tat wenig, da der Transporteur es einfach darauf ankommen lässt und das Auffallrisiko eher gering ist.

      Wenn also jeder hundertste überladene LKW auffällt, haben 99 LKWs die dafür nicht auf Dauer ausgelegten Straßen benutzt und beschädigt und die LWK-Maut quasi für die Überladung auch noch gespart. Ich plädiere hier für weitaus höhere Strafen aber für das Transportunternehmen, der LKW-Fahrer hat oftmals hier keine andere Wahl.

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