TRIER/BITBURG. Nach dem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 51 zwischen Trier und Bitburg, bei dem Mitte November vier Menschen ums Leben kamen, haben die Ermittlungsbehörden neue Details veröffentlicht. Wie RTL Lëtzebuerg unter Berufung auf die deutschen Polizeibehörden berichtet, war der Fahrer des beteiligten Lastwagens zum Zeitpunkt des Unfalls offenbar nicht angeschnallt – ein Umstand, der nach Einschätzung von Experten möglicherweise entscheidend für den tödlichen Ausgang war.
Bei dem Unglück war ein Pkw frontal mit einem Lkw zusammengestoßen. Trotz des schnellen Eintreffens der Rettungskräfte kamen vier Menschen ums Leben. Die stark frequentierte Bundesstraße musste nach dem Unfall über mehrere Stunden hinweg voll gesperrt werden, der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet. In der Region kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Unfallursache auch nach Ermittlungen nicht eindeutig
Wie weiter berichtet wird, konnte die genaue Ursache des Unfalls selbst nach Abschluss der Ermittlungen nicht eindeutig geklärt werden. Es fanden sich keine belastbaren Hinweise auf ein Ausweichmanöver, eine Ablenkung oder andere äußere Einflüsse. Auch Zeugenaussagen lieferten laut Polizei keine klaren Erkenntnisse zum Hergang.
Beide Fahrzeuge wurden umfassend technisch untersucht. Dabei stellten die Gutachter keine Mängel an sicherheitsrelevanten Bauteilen fest. Weder Bremsen noch Lenkung oder andere technische Systeme wiesen Defekte auf, die den Unfall hätten erklären können.
Gutachter sehen Sicherheitsgurt als möglichen Lebensretter
Ein zentrales Ergebnis der Untersuchungen betrifft den Lkw-Fahrer. Wie RTL Lëtzebuerg weiter meldet, ergaben die Gutachten, dass dieser beim Unfall nicht angeschnallt war. Nach Einschätzung der Sachverständigen hätte das Tragen des Sicherheitsgurts den tödlichen Ausgang mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindern können. Die schweren Verletzungen seien vor allem darauf zurückzuführen, dass der Fahrer beim Aufprall nicht im Sitz gehalten wurde.
Inzwischen liegen sämtliche Gutachten vor, die Ermittlungen gelten damit weitgehend als abgeschlossen. Die Polizei weist jedoch darauf hin, dass Unfälle dieser Schwere immer auch Anlass seien, das eigene Fahrverhalten sowie grundlegende Sicherheitsmaßnahmen – wie das Anlegen des Sicherheitsgurts – kritisch zu reflektieren.
Quelle: RTL


















