Demo in Trier eskaliert: Schlägereien am Hauptmarkt – Polizei rückt an

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Foto: lokalo.de (SE)

TRIER – Am Dienstagabend, 20. Januar, kam es in der Trierer Innenstadt im Umfeld der Porta Nigra und des Hauptmarkts zu einer Demonstration mit Bezug zu politischen Spannungen rund um Kurdistan.

Während die Versammlung zunächst friedlich verlief, kam es später zu handfesten Auseinandersetzungen.

Nach Angaben von Augenzeugen, die sich gegenüber Lokalo.de äußerten, sei es gegen 19.25 Uhr am Hauptmarkt zu Schlägereien gekommen. Dabei sollen Fäuste geflogen sein. Die genaue Zahl der Beteiligten ist bislang nicht bekannt.

Protestzug durch die Simeonstraße

Die Demonstration hatte zuvor an der Porta Nigra begonnen und bewegte sich anschließend durch die Simeonstraße in Richtung Hauptmarkt. Augenzeugen schildern, dass die Stimmung während des Zuges zunächst ruhig gewesen sei.

Erst im Bereich des Hauptmarkts sei die Situation gekippt. Nach übereinstimmenden Berichten sollen Zurufe von außen die Lage aufgeheizt haben. Diese sollen nach Wahrnehmung von Beobachtern nicht aus dem Kreis der Demonstrierenden selbst, sondern von unbeteiligten Personen gekommen sein.

Foto: lokalo.de (SE)

Zahlreiche Polizeiwagen fahren in die Innenstadt

Mehrere Augenzeugen berichteten zudem, dass zahlreiche Polizeiwagen mit Blaulicht in Richtung Innenstadt unterwegs gewesen seien. Insbesondere aus verschiedenen Zufahrtsstraßen seien Einsatzfahrzeuge in Richtung Hauptmarkt und Porta-Nigra-Bereich gefahren.

Ob die Polizei gezielt wegen der Auseinandersetzungen alarmiert wurde oder bereits im Rahmen der Demonstration präsent war, ist bislang nicht offiziell bestätigt. Eine sichtbare Polizeipräsenz habe jedoch zur Beruhigung der Lage beigetragen, berichten Passanten.

Auslöser noch unklar – politische Spannungen im Hintergrund

Nach bisherigen, nicht offiziell bestätigten Informationen könnten die Provokationen im Zusammenhang mit aktuellen Spannungen zwischen kurdischen und syrischen Gruppen gestanden haben. Ob diese Zurufe tatsächlich der Auslöser der Eskalation waren, ist bislang offen.

Offizielle Angaben von Polizei oder Stadt lagen bis Redaktionsschluss noch nicht vor. Auch ist derzeit unklar, ob es Verletzte oder polizeiliche Maßnahmen gab.

5 Kommentare

  1. Es kommt ja nicht gerade selten vor dass es bei Demonstrationen gewisser Volksgruppen zu Unruhen kommt da man leider davon ausgehen muss dass gegnerische Parteien aufeinander treffen. Demonstrationsfreiheit hin oder her , bei diesen Aktionen kommen auch gerne unbeteiligte Personen zu Schaden oder es kommt zu Sachbeschädigungen.
    Umso fraglicher ist es warum solche Demos überhaupt genehmigt werden, vor allem in der Fußgängerzone?

    • Schließe mich Ihrer Meinung an, den Fluchtgrund Assad gibt es schon lange nicht mehr, die von uns lange Jahre Alimentierten sollten jetzt heimkehren und ihr Land wieder aufbauen.

  2. Das Land wird zunehmend zum Schauplatz
    ausländischer und ethnischer Konflikte…., im
    besten Deutschland aller Zeiten, wo gelebte
    Demokratie möglich ist und das Regenbogenfähnchen
    weht……

  3. Solche Demos sollten in unserem Land nicht genehmigt werden. Ärger, Kosten, Schäden, Verletzte usw. usw. usw. Absolut unfassbar!!! Kurden, Syrer,… demonstriert bei euch, in eurem Land und baut DAS wieder auf. DAS wäre sinnvoll!

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