TRIER – Jede und jeder kann einen Beitrag leisten, um den öffentlichen Raum sicherer zu machen, Gewalt gegen Frauen zu verhindern und Betroffene zu unterstützen. Seitens des Kreises Trier-Saarburg werden während der weltweiten Orange Days vom 25. November bis 10. Dezember mit Aktionen Zeichen für Respekt, Gleichberechtigung und ein gewaltfreies Miteinander gesetzt. Zudem wird es lokale Angebote zur Information und Beratung geben.
So wird am 25. November – dem „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ – um 13.30 Uhr vor der Kreisverwaltung in Trier (Willy-Brandt-Platz 1) die orange Fahne gehisst – als Symbol der Solidarität mit allen von Gewalt betroffenen Frauen und Mädchen. Landrat Stefan Metzdorf lädt die Bürger:innen ein, daran teilzunehmen. „So zeigen wir: Gewalt gegen Frauen und Mädchen darf keinen Platz in unserer Gesellschaft haben – weder im privaten Umfeld noch im öffentlichen Raum“, so die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, Angelika Mohr.
Ebenfalls am 25. November lädt der Infostand „NEIN zur Gewalt an Frauen“ in Trier in der Simeonstraße ab 10 Uhr zu Gesprächen und Austausch ein. Unter dem Aktionsmotto „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ werden dort Plätzchen gegen eine Spende für das Trierer Frauenhaus ausgegeben.
Zum gleichen Motto beteiligen sich lokale Bäckereien in Trier sowie im Landkreis Trier-Saarburg an der Aktion des Regionalen Runden Tisches gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen. Während des Aktionszeitraums verkaufen die Betriebe ihre Brötchen in orangefarbenen Tüten, auf denen die Kontaktdaten des Frauenhauses und der Interventionsstelle aufgedruckt sind – ein sichtbares Zeichen, um auf Unterstützungs- und Hilfsangebote aufmerksam zu machen.
Begleitet werden die Orange Days von der bundesweiten Kampagne des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“. Im Mittelpunkt steht das Thema Sicherheit im öffentlichen Raum. Das Hilfetelefon ist rund um die Uhr, kostenlos und anonym erreichbar unter 08000 116 016 sowie online unter www.hilfetelefon.de.
Darüber hinaus werden zu den Orange Days weitere Angebote gemacht. Dazu gehören am 25. November ein Wortgottesdienst „Den Frauen eine Stimme geben“ der Katholischen Frauengemeinschaft um 18 Uhr in der Pfarrkirche Pluwig sowie ein Vortrag des Bündnisses gegen Antifeminismus zu den Themen „Ursachen, Schutz und Strafverfolgung von Femiziden“ am 4. Dezember um 18 Uhr in der TUFA Trier (Anmeldung: [email protected]). Außerdem gibt es WenDo-Kurse des Frauennotrufs Trier. Ein Schnupperkurs wird am 27. November angeboten (Informationen und Anmeldung unter: „[email protected]).

















Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt hat gestern eine Studie des BKA zum Thema Gewalt gegen Frauen vorgestellt. „Im vergangenen Jahr gab es fast 266.000 Opfer häuslicher Gewalt, davon gut 187.000 Frauen und Mädchen, wie aus einem aktuellen Lagebild des Bundeskriminalamtes hervorgeht. Das entsprach einem Anstieg um 3,8 Prozent im Vorjahresvergleich sowie um 17,8 Prozent im Vergleich zu 2022.“ … „Dobrindt verwies zusätzlich darauf, dass mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Tatverdächtigen bei partnerschaftlicher Gewalt Nicht-Deutsche seien. „Nicht-Deutsche Tatverdächtige sind damit deutlich überrepräsentiert“, sagte Dobrindt bei der Pressekonferenz.“ (WELT-Online, 21.11.25).
Angesichts dieses statistischen Umstandes der drastischen(!) Überrepräsentation von Ausländern, muss man davon ausgehen, dass unter den Tatverdächtigen mit deutschem Pass jene mit Migrationshintergrund in analoger Weise ebenso überrepräsentiert sind.
Der konsequent an der deutschen Realität orientierte Schritt wäre es gewesen, das hier im Artikel abgebildete Plakat zum „Orange Day 2025“ nicht nur in deutscher Sprache zu verbreiten, sondern auch in den Sprachen der häufigsten Migrationshintergründe. Also Türkisch, Arabisch, Farsi und Paschtu (Iran/Afghanistan). Denn aus diesen Sprachgruppen dürfte heutzutage mindestens die Hälfte aller Täter stammen. Was niemanden überrascht, der Nachrichten liest.
Die große Frage ist, wieso haben die Organisatoren das nicht einfach so gemacht? Weil bei ihnen mehr die plakative Beweihräucherung der eigenen Gutmenschlichkeit im Vordergrund steht, und nicht die Absicht, Zielgruppen (z.B. im Clanmilieu) tatsächlich und wirksam anzusprechen?
Abgesehen davon: Kriege führt man mit Waffen, nicht mit Worten. Die wirksamen Waffen des Rechtsstaates heißen Knast und Abschiebung, nicht Platzverweis und Bewährung. Plakate, die man nur für sich selber und die eigene Blase malt, ändern gar nichts.
Also ich verstehe die angegebenen Zahlen so, dass 37% nicht deutsch waren. Das bedeutet aber das 63% der Straftaten von Deutschen begangen wurden, nicht von Menschen mit deutschem Pass. Wie dem auch sei: Frauen wehrt euch. Zeigt eure Peiniger an. Nehmt keine Rücksicht auf Familie, Bekannte und Kinder. Es geht um euer Leben – und das geht weiter.
Wenn das BKA „deutsch“ sagt, ist damit die deutsche Staatsbürgerschaft gemeint, was gleichbedeutend ist mit „deutscher Pass“. In den 67 Prozent sind folglich auch alle Migrationshintergründe enthalten einschließlich „biodeutsch“.
Ein Migrationshintergrund wird statistisch gar nicht erfasst. Aber vielleicht sollte man das ja in Zukunft ganz detailliert aufschlüsseln? Dann hätte jede Spekulation ein Ende, es gäbe einfach nur Fakten schwarz auf weiß. Fakten, über die man dann debattieren kann.