Nach kontroverser Debatte: Landtag verabschiedet neues Bestattungsrecht

Was soll nach meinem Tod passieren? Soll die Asche verstreut werden? Oder ist eine Sarg-Bestattung doch besser? Die Menschen in Rheinland-Pfalz haben nun mehr Entscheidungsoptionen als Bürger anderer Bundesländer.

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Foto: dpa/Symbolbild

MAINZ. Nach einer kontroversen Debatte hat der rheinland-pfälzische Landtag ein Bestattungsgesetz verabschiedet, das mehr Möglichkeiten eröffnet als es in allen anderen Bundesländern gibt. Fluss- und Tuchbestattungen werden ermöglicht, aus der Asche Verstorbener dürfen Diamanten hergestellt werden, die Asche kann auch in der Urne zu Hause aufbewahrt werden.

Die Novelle des rund 40 Jahre alten Gesetzes soll im Laufe des Oktobers in Kraft treten. Heftige Kritik kam von der CDU, die wie die Gruppe der Freien Wähler gegen das Gesetz stimmte. «Das geht uns zu weit», sagte der CDU-Abgeordnete Christoph Gensch. «Herr Minister, Sie sind der Totengräber unserer Friedhöfe.» Arme Menschen verschwänden künftig schneller aus dem Gedächtnis. «Sie haben keinen Ort mehr, der den Tod überdauert.» (Quelle: dpa)

4 Kommentare

  1. CDU und Freie Wähler stellen sich gegen dieses Gesetz, es geht ihnen zu weit.
    Die Toten würden schneller aus dem Gedächtnis verschwinden und und und … bla bla bla

    Meine Angehörige bleiben mir im Gedächtnis, dazu brauche ich keine teure Grabstelle auf irgendeinem Friedhof.
    Es ist mein freier Wille, so sieht es das Gesetz wohl vor, WIE und WO ich bestattet werden will, dazu brauche ich keinen Rat eines Abgeordneten.

    Wann, Herr Christoph Gensch, waren Sie das letzte Mal auf einem Friedhof um an Ihre Angehörigen zu denken und haben die Grabstelle in Ordnung gebracht?

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