NGG Trier: Hotel- und Gaststättengewerbe braucht Azubis – viele Übernachtungen

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Foto: pixabay/Symbolbild

TRIER. Jede Menge Rollkoffer auf dem Pflaster in Trier unterwegs: Im ersten Halbjahr gab es in Trier rund 384.400 Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland. Das hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mitgeteilt. Die NGG Trier beruft sich dabei auf aktuelle Tourismus-Zahlen vom Statistischen Landesamt Rheinland-Pfalz.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 (-0,1 Prozent) bleibt die Anzahl der Übernachtungen in Trier damit auf einem konstanten Niveau, so die Gastro-Gewerkschaft NGG. Anlässe, nach Trier zu kommen, gebe es viele: „Urlaub, Tagesausflug, Geschäftsreise, Verwandtschaftsbesuch, medizinische Behandlung, Fortbildung … – jeder Besuch und jede Übernachtung ist gut für das Hotel- und Gaststättengewerbe in der Stadt“, sagt Anna-Lena Bindges. Für die Gewerkschaftssekretärin der NGG Trier bedeutet das allerdings auch: „Hotels, Pensionen, Restaurants, Gaststätten, Cafés & Co. in der Stadt sollten gezielt auf Stammpersonal setzen. Vor allem auch auf den Nachwuchs: Die Branche braucht Auszubildende“, so Bindges.

In der rheinland-pfälzischen Gastronomie werde heute zwar deutlich besser verdient als noch vor fünf Jahren. Dafür habe sich die NGG stark gemacht. „Allerdings will der Arbeitgeberverband DEHOGA in den laufenden Tarifverhandlungen – trotz gestiegener Preise für die Beschäftigten und Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomen – keinen Cent mehr zahlen“, sagt Anna-Lena Bindges.

Zumindest das Azubi-Portemonnaie sei noch angemessen gefüllt: Wer in tarifgebundenen Betrieben eine Gastro-Ausbildung starte, bekomme bereits im ersten Ausbildungsjahr 1.100 Euro pro Monat. Und nach drei Jahren – also am Ende der Ausbildung – monatlich sogar 1.300 Euro. Daran sollten sich alle Betriebe in Rheinland-Pfalz orientieren, so die NGG Trier.

Die Gastro-Gewerkschaft NGG warnt Gastronomen in Trier vor einem „gefährlichen Trend“ in der Branche: „Immer mehr Aushilfs- und immer weniger Fachkräfte. Das geht zu Lasten der Qualität – in der Küche genauso wie im Service. Die Hotellerie und Gastronomie in Trier sollte alles daransetzen, als Profi- und nicht als Laien-Branche rüberzukommen“, sagt Anna-Lena Bindges.

Es sei daher wichtig, junge Menschen davon zu überzeugen, dass sich eine Gastro-Ausbildung lohne. „Wer im Tourismus arbeitet, steht mitten im Leben: Von der Küche über die Bar bis zur Rezeption – in Hotels ist immer etwas los. Allerdings schrecken die wenig attraktiven Arbeitszeiten viele – gerade auch Jugendliche – enorm ab“, so Bindges.

Deshalb müsse die Gastro-Branche dringend etwas gegen „Frust-Dienstpläne“ unternehmen: „Nämlich genug Personal einstellen, um superlange Schichten und zu viele Wochenendeinsätze zu vermeiden. Außerdem muss das Geld stimmen. Dafür wird sich die NGG in den aktuellen Tarifverhandlungen einsetzen. Und auch, wenn viele Wirte das nach wie vor anders sehen: Trinkgeld ist kein Ersatzlohn“, sagt Anna-Lena Bindges von der Gastro-Gewerkschaft. (Quelle: Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Region Trier)

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