MAINZ. Während wir unter der aktuellen Hitzewelle schwitzen, kämpfen auch Wildtiere und Insekten in Deutschland mit den extremen Temperaturen. Besonders betroffen sind Arten, die auf Wasser angewiesen sind, wie Amphibien oder viele Insektenarten, erklärt Ann-Sybil Kuckuk, Naturschutzreferentin beim Naturschutzbund (NABU) Rheinland-Pfalz.
Wer leidet am meisten?
Vor allem Tiere, die Wasser zur Fortpflanzung brauchen, sind gefährdet. Geht die Zahl von Insekten und Amphibien zurück, hat das auch Auswirkungen auf Vögel, die auf diese als Nahrung angewiesen sind.
Obwohl Tiere mit Fell oder Federn meist nicht schwitzen, haben sie ihre eigenen Tricks zur Abkühlung entwickelt:
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Füchse und Vögel hecheln.
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Viele Tiere suchen kühle, schattige Plätze oder bleiben im schützenden Wald.
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Hirsche und Wildschweine lieben Wassergräben und suhlen sich zur Abkühlung.
So kannst du Wildtieren helfen
Kuckuk rät: „Trink- und Badestellen aufstellen!“ Diese sollten aber unbedingt sauber und sicher sein:
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Holzstücke oder Steine als Landeplätze und Ausstiegshilfen einlegen, damit keine Tiere ertrinken.
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Wasser täglich wechseln und die Schalen reinigen, um Krankheitserreger zu vermeiden.
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Regentonnen und Pools immer abdecken.
Dein Garten als Oase
Ein naturnah gestalteter Garten ist die beste Hilfe für Wildtiere:
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Hecken und Sträucher bieten Schutz und Nahrung.
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Unter Büschen und zwischen Stauden entstehen kühle, schattige Rückzugsorte.
Kleine Gesten, große Wirkung
Mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst du vielen Tieren durch die heiße Jahreszeit helfen. Jeder aufgestellte Wassernapf und jeder schattige Platz kann Leben retten!
Quellen: dpa; NABU Rheinland-Pfalz (Ann-Sybil Kuckuk)
















