Vor dem Amtsgericht musste sich der 46-jährige Angeklagte (l.) bereits wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Jetzt greift das Landgericht Saarbrücken den Fall auf. Foto: Laszlo Pinter/dpa
SAARRÜCKEN. Das Auto war zu schnell, zwei Jugendliche überqueren eine Ampel mit ihrem E-Scooter bei Rotlicht – und sterben durch den Zusammenprall. Jetzt fällte das Gericht ein Urteil.
Nach einem tödlichen Unfall mit einem E-Scooter, bei dem zwei Jugendliche starben, ist der Autofahrer vom Amtsgericht Saarbrücken wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Außerdem muss er eine Geldstrafe in Höhe von 6.000 Euro zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.Bei dem Unfall Anfang Juni 2023 waren ein Junge (16) und ein Mädchen (17) gestorben. Über seinen Verteidiger ließ der 46-jährige deutsche Angeklagte mitteilen, dass ihm das Geschehene «unheimlich leid» tue.
Der Autofahrer soll kurz nach 23.00 Uhr in der Saarbrücker Innenstadt mit 65 bis 71 Kilometer pro Stunde unterwegs gewesen sein, erlaubt waren 20 Stundenkilometer. Der 17-jährige E-Scooter-Fahrer und das Mädchen, das sich an ihn geklammert hatte, seien zur gleichen Zeit mit dem E-Scooter bei Rotlicht ungebremst in den Kreuzungsbereich gefahren. Dort prallten sie dann mit dem Auto zusammen. Ein Gutachter war zu dem Schluss gekommen, dass der Unfall vermeidbar gewesen wäre.
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