Saarland sagt „Nein“ zur Schulmilch – PETA lobt Bundesland als „fortschrittliches Beispiel“

0
Symbolbild "Schulmilch"; dpa

SAARBRÜCKEN/STUTTGART. Das Saarland zeigt sich als Vorreiter im Tierschutz und verzichtet als einziges Bundesland auf die Teilnahme am EU-Schulmilchprogramm. Während deutschlandweit im vergangenen Schuljahr sechs Millionen Liter Milch und 500 Tonnen Joghurt an Schulkinder verteilt wurden, setzt das Saarland stattdessen ausschließlich auf subventionierte Obst- und Gemüseangebote.

PETA Deutschland begrüßt diese Entscheidung und kritisiert das EU-Programm scharf. Laut Mareike Homann, Fachreferentin bei PETAKids, wird durch die Schulmilchförderung nicht nur Tierleid subventioniert, sondern auch die Umwelt belastet. „Kuhmilch gehört den Kälbern, nicht den Kindern“, so Homann. Sie hebt das Saarland als fortschrittliches Beispiel hervor, das sich klar gegen die Ausbeutung von Tieren positioniert. PETA fordert eine Reform des EU-Schulprogramms und wünscht sich, dass andere Bundesländer dem Saarland folgen.

Im laufenden Schuljahr 2023/24 gibt die EU über 90 Millionen Euro für Milchprodukte an Schulen aus. PETA ruft dazu auf, das Programm ausschließlich auf Obst und Gemüse zu konzentrieren, um sowohl das Tierwohl als auch die Umwelt zu schützen.

(Quelle: PETA)

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.