Männerdomäne Naturwissenschaften: MINT-Lehre an den Hochschulen ist männlich

Rheinland-Pfalz setzt auf regionale Netzwerke, um das Interesse an den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu stärken. Seit 2016 gibt es eine MINT-Strategie.

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Foto: pixabay/Symbolbild

MAINZ. In den MINT-Fachbereichen der rheinland-pfälzischen Hochschulen sind die Posten der Lehrbeauftragten sowie der wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeitenden überwiegend mit Männern besetzt. Der Anteil der Männer im sogenannten Mittelbau der Hochschulen im Bereich der Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) liege bei 69 Prozent und der Frauenanteil bei 31 Prozent.

Dies teilte Wissenschaftsminister Clemens Hoch (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage der CDU-Fraktion in Mainz mit Verweis auf eine Statistik auf dem Jahr 2022 mit. Besonders stark sei danach der Männeranteil an der Hochschule Worms und der Technischen Hochschule Bingen. Letztere ist nach eigenen Angaben die einzige reine MINT-Hochschule in Rheinland-Pfalz. Der Anteil der jungen Menschen, die ein Lehramtsstudium in einem MINT-Fach aufnehmen, ist in Rheinland-Pfalz von 2016 bis 2022 um sechs Prozentpunkte gestiegen.

Die Landesregierung hat bereits im Jahr 2016 eine MINT-Strategie entworfen, die auch den Ausbau von regionalen Netzwerken und Projekten beinhaltet. In den Jahren 2019 bis 2024 wurden und werden fünf MINT-Regionen sowie elf regionale MINT-Projekte im Land mit einer Gesamtsumme von mehr als einer halben Million Euro gefördert, hatte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) Ende vergangenen Jahres berichtet.

In Rheinland-Pfalz besitzen 114 Schulen eine gültige Zertifizierung als MINT-freundliche Schule. Nach Angaben der Ministerin gibt es mittlerweile keine Schule mehr im Land, die aufgrund der MINT-Regionen nicht mit den Initiativen in Verbindung stehe. Rheinland-Pfalz rangiert bundesweit auf Platz drei der MINT-freundlichen Schulen. Der Anteil der jungen Menschen, die ein Lehramtsstudium in einem MINT-Fach aufnehmen, sei in Rheinland-Pfalz von 2016 bis 2022 um sechs Prozentpunkte gestiegen. (Quelle: dpa)

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