Trier: Wieder ein Stadtteilttreff für alle – Frisch saniertes Bürgerhaus Ehrang in Betrieb genommen

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Der Blick von der Bühne in den Henry-Zingen-Saal zeigt auch die neue Bestuhlung für Feiern. Foto: Hochbauamt Trier

TRIER-EHRANG. Bei der Flutkatastrophe im Juli 2021 in Ehrang wurden auch zahlreiche öffentliche Gebäude schwer beschädigt, darunter das Bürgerhaus mit dem großen Henry-Zingen-Saal in der Niederstraße.

Pünktlich zum Start der Karnevalssession konnte es nach einer aufwendigen, rund 1,2 Millionen Euro teuren Sanierung wieder in Betrieb genommen werden. Der erste Termin in den frisch renovierten Räumen hatte aber noch nichts mit Karneval zu tun.

Am vorletzten Donnerstag traf sich der Ortsbeirat Ehrang-Quint zu seiner ersten Sitzung 2024 in den frisch renovierten Räumen. Die Freude und Erleichterung, dass das Bauprojekt unter der Leitung des städtischen Hochbauamts abgeschlossen werden konnte, prägte auch einen Ortstermin unmittelbar vor der Sitzung, zu der OB Wolfram Leibe nach Ehrang gekommen war. Er dankte allen Beteiligten für ihren vielfältigen Einsatz, darunter dem Träger- und Förderverein des Bürgerhauses Ehrang mit seinem Vorsitzenden Friedel Jaeger, und dem Ortsbeirat. Er hatte Geld zur Verfügung gestellt, die in die Erneuerung der Beschallungs- und Beleuchtungstechnik fließen und von denen somit alle Ortsvereine sowie die im Stadtteil lebenden Menschen profitieren, die das Bürgerhaus im historischen Ortskern regelmäßig nutzen.  

Nach der Sitzung des Ortsbeirats konnte dann Blau-Weiß-Ehrang am vorletzten Samstag seine erste Kostümsitzung der aktuellen Session im frisch renovierten Saal abhalten. Die große Bedeutung des Bürgerhauses für den Karneval zeigt sich auch daran, dass dort regelmäßig die Kindergarde von Rot-Weiß-Ehrang trainiert oder das Männerballett von Blau-Weiß. Zudem gibt es im Bürgerhaus einen Jugendkeller oder regelmäßige Treffen für Babys und ihre Eltern.

Das Kyll-Hochwasser hatte an dem Bürgerhaus beträchtliche Schäden angerichtet. Erneuert werden mussten unter anderem die komplette technische Ausstattung einschließlich Fußbodenheizung im Erdgeschoss, die Elektrik, der Estrich samt Böden, die Decke im Jugendtreff, Türelemente und Sanitärtrennwände. Zudem musste die Ausstattung mit Tischen und  Stühlen sowie die Küche im großen Saal neu angeschafft werden. Auf der Agenda standen außerdem Putz-, Fliesen-, Malerarbeiten innen und außen. Die Planung der Brandschutzanlage musste vor der Erneuerung aktuellen Vorgaben angepasst werden. Eine Verzögerung ergab sich aber auch aus der Marktsituation im Bausektor mit sehr langen Lieferzeiten und einer starken Arbeitsbelastung der Firmen. Zum anderen waren durch Nutzungsänderungen zusätzliche Planungen erforderlich.

Mit der Sanierung des Bürgerhauses konnte das städtische Hochbauamt das sechste von insgesamt sieben Projekten zur Beseitigung von Flutschäden an öffentlichen Gebäuden in Ehrang abschließen. Derzeit läuft noch die knapp drei Millionen Euro teure Wiederherstellung der Turnhalle an der Grundschule. Die Fertigstellung ist nach Angaben des Hochbauamts für September 2025 geplant.

Folgende Hochbauprojekte bei der Bewältigung der Flutschäden im Stadtteil Ehrang wurden bereits vor dem Bürgerhaus abgeschlossen:

  • Feuerwehrgerätehaus; Kosten: 184.500 Euro, Fertigstellung: 2022
  • Grundschule St. Peter, Arbeiten weitgehend bei laufendem Betrieb, Kosten: 72.600 Euro, Abschluss:  Ende der Sommerferien 2023
  • Jugendtreff Merowinger Straße, Kosten: 249.000 Euro, Abschluss: April 2023
  • Kita St. Peter (Zur Stadtmauer), Kosten: rund 515.000 Euro, Fertigstellung: April 2023
  • Montessori-Kita St. Peter (Alemannenstraße), Kosten: gut 1,1 Millionen Euro, Wiedereröffnung: Oktober 2023.
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