MAINZ. Klimaschutzministerin Katrin Eder sieht Rheinland-Pfalz im Umgang mit Waldbränden besser aufgestellt als viele andere Bundesländer. Mit dem fortschreitenden Klimawandel steige das Waldbrandrisiko, betonte die Grünen-Politikerin während einer Aktuellen Debatte auf Antrag ihrer Fraktion am Mittwoch im Landtag in Mainz.
In den vergangenen 20 Jahren habe die Zahl der Waldbrände regelmäßig unter 40 gelegen, 2022 seien es aber fast dreimal so viele gewesen – und eine fast viermal so große Waldfläche habe gebrannt. 99 Prozent der Feuer würden von Menschen verursacht, mahnte Eder.
«Dank unserer laubbaumreichen Mischwälder ist die Gefahr ausgedehnter Waldbrände in Rheinland-Pfalz insgesamt geringer als anderswo.» Die naturnahe Waldbewirtschaftung des Landesbetriebs Landesforsten habe die Waldbrandgefahr wesentlich verringern können. Dazu gehörten viel mehr Laubbäume, weniger öl- und harzreiche Nadelbäume sowie eine Mischung und Füllung des Kronenraums mit grünen Blättern. Die öffentlichen Wälder seien zudem meist sehr gut mit Wegen erschlossen, auf denen auch Lkw fahren könnten.
«In Zukunft werden wir Maßnahmen der Waldbesitzenden zur Löschwassersicherung finanziell fördern», kündigte die Ministerin an. Landesforsten habe zudem ein «Kompendium Waldbrandschutz» herausgegeben, das im Internet Hinweise zur fachgerechten Prävention, Vorbereitung und Waldbrandverhütung gebe. Dabei gehe es unter anderem um den Umgang mit Totholz in den Wäldern, dessen Feuchtigkeit unterschiedlich sei.
Rheinland-Pfalz gehört zusammen mit Hessen zu den waldreichsten Bundesländern in Deutschland. Mehr als 840.000 Hektar und ein Anteil von etwa 42 Prozent des Bundeslandes sind dem Ministerium zufolge Wald. (Quelle: dpa)
















