1800 Motorräder und über 2500 Besucher bei der Motorradwallfahrt in Klausen

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Foto: Wallfahrtskirche Klausen

KLAUSEN. Die 27. Motorradwallfahrt lockte dank des guten Wetters rund 1800 Biker mit ihren Motorräder und über 2500 Besucher am Wochenende nach Klausen.

Die Biker waren, zu großen Teilen, aus der Region, aus dem Saarland, Baden Württemberg und dem Ruhrgebiet. Die weiteste Anreise hatte ein Ape Fahrer aus der Schweiz. Der Ape Club „Moselbienchen“ hatte bereits das ganze Wochenende an der Klausener Grillhütte verbracht und so kamen laut Organisatorin Michaela Ames Fahrzeuge auch aus Duisburg, Oberhausen, und Kaiserslautern zur Segnung.

Ein neuer Rekord bei der Motorradwallfahrt: Das jüngste Kind, dass auf dem Motorrad mitgefahren ist, war Johann Lex mit 3 Monaten. Selbstverständlich sicher auf dem Schoss von Mutter Julia. Für Vater Sebastian Lex, war dies ein ganz besonderer Moment: Mit einem Jahr fuhr er selber als Kind in dem gleichen Motorrad und seinem Beiwagen mit. Der Vater von Sebastian Lex (Rainer Lex) war mit den Motorradfreunden Klausen im Gründungsteam der Klausener Motorradwallfahrt und hat seinen Sohn Sebastian im Alter von einem Jahr im Beiwagen des selben Motorrads mit bei der Wallfahrt gehabt.

„Ich bin total begeistert, dass dank des tollen Wetters so viel Biker und Besucher. Diese Segnung mit dem Weihwasser hat auch manchmal einen Gaudi-Charakter. Aber es ist durchaus auch ein tiefes Bedürfnis des Menschen und gerade als Motorradfahrerinnen und -fahrer, sich unter den Segen Gottes zu stellen. Ich bin zwar selber kein Biker, bin aber schon mitgefahren. Da merkt man, wie sehr man den Elementen ausgesetzt ist. In einer solchen Situation mit dem Segen Gottes zu fahren, glaube ich, ist für die Motorradfahrer ganz wichtig.“ erzählt Pater Albert Seul OP freudig.

Unter freiem Himmel wurde von Pater Albert am alten Weiher die Messer zelebriert. In der Predigt sprach Pater Albert über die aus seiner Sicht wichtigsten Dinge an einen Motorrad: Die Hupe für das Gefühl und Bremse für den Verstand. Er appellierte die „Hupbremse“ häufiger im Straßenverkehr einzusetzen und die gegenseitige Rücksichtnahme. Der Dominikanerpater forderte in seiner Predigt auch dazu auf, dass Rom sich mehr der realen Welt stellen solle. „Ein Hupkonzert für Rom, für eine Erneuerung der Kirche“, wünschte er sich im übertragenden Sinne.

Bei der Segnung sparte Pater Albert wie jedes Jahr nicht mit dem Weihwasser. Diesmal benötigte er 100 Liter Weihwasser um alle Biker zu segnen – ein neuer Rekord. Unter seinem Motto „Wer hubt oder lacht wird mit Weihwasser bedacht!“ floss das Weihwasser in strömen.

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