Stadt Trier: Klimaschutzmanagerin gibt in Kolumne “Tipps fürs neue Jahr”

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Matthias Gebauer, Julia Hollweg und David Lellinger (v. l.) kümmern sich in der Stadtverwaltung um das Klimaschutzmanagement.Foto: Stadt Trier

TRIER. Klimaschutzmanagerin Julia Hollweg will in der ersten Kolumne 2023 „keinen moralischen Zeigefinger heben und mit unrealistischen Vorsätzen langweilen“, sondern ein paar Ideen geben, wie das neue Jahr klimaschonender werden kann:

  • Energie zu sparen, ist einfach und entlastet auch die Geldbeutel: Allein der Verzicht auf Standby-Funktionen bei Elektrogeräten kann im Jahr bis zu 100 Euro sparen. Nachhaltig wird das Klima geschützt, wenn die Energie für den Haushalt aus regionaler Produktion kommt. Ökostrom stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen, allerdings kommen die Herkunftsnachweise oft aus dem Ausland.
  • Der Aufwand für einen Wechsel zu einer ethischen oder nachhaltigen Bank scheint groß, wird aber meist von dort übernommen. Wer sicher sein will, soziale oder ökologische Projekte zu unterstützen und nicht Atom- oder Kohlekraft, Rüstungsindustrie oder Nahrungsmittelspekulation, wechselt zu einer grünen Bank.
  • Plastik beim Einkauf zu vermeiden, ist einfach: An die eigene Tasche denken, Gemüse und Obst unverpackt kaufen, Behälter für Waren, die abgewogen werden, mitbringen und Plastikflaschen vermeiden.
  • Billigprodukte bei der Bekleidung halten nicht lange, verursachen Umweltschäden in Herkunftsländern und werden unfair produziert. Weniger und dafür bessere Qualität zu kaufen, bedeutet keine höheren Ausgaben. Getragene Kleidung sollte man weitergeben oder tauschen und auf Fair Fashion achten.
  • Saisonal und regionales Essen und Trinken vermeidet lange Transporte. Man ernährt sich frisch und gesund und unterstützt seine Region. Bei Fleisch und tierischen Produkten weniger, aber bessere Qualität zu kaufen, kostet nicht mehr, schont das Klima und sorgt für weniger Tierleid.
  • Wurden zu viele Lebensmittel eingekauft, die Reste nicht wegwerfen, sondern einfrieren oder den Nachbarn einladen: Lebensmittel sind zu schade für den Müll. Gezielt können auch größere Mengen gekocht werden, die in kleineren Portionen eingefroren und bei Bedarf aufgetaut werden. Derzeit werden durchschnittlich im Jahr um die 80 Kilo Lebensmittel pro Person weggeworfen.
  • Wer vermehrt Leitungswasser trinkt, reduziert die Müllmengen durch Plastikflaschen, braucht nicht schwer zu schleppen und ernährt sich gesünder und kostengünstiger als mit Limonade. Für unterwegs kann Wasser in Trinkflaschen abgefüllt werden.

    Wenn man nur noch fair gehandelten Kaffee kauft, unterstützt man nachhaltige Landwirtschaft und sozial-faire Produktion. Das kostet etwas mehr, aber eine Tasse weniger pro Tag könnte das kompensieren.
    Je einfacher es fällt, eine klimaschonende Entscheidung zu treffen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie getroffen wird. Also nicht die Bequemlichkeit, sondern öfter die Vernunft siegen lassen.

    Ein schönes 2023 wünscht Ihnen Ihr Klimaschutzteam.

    (Quelle: Stadt Trier)

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