Bewegungsmangel und Corona-Frustfressen: Deutsche Kinder immer fetter

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Foto: Peter Steffen/dpa/Symbolbild

HANNOVER. Einer Erhebung der Kaufmännischen Krankenkasse in Hannover zufolge steigt die Zahl der krankhaft übergewichtigen Kinder in Deutschland dramatisch an. Im zehnjährigen Zeitraum von 2011 bis 2022 stieg der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die an krankhafter Fettleibigkeit (Adipositas) leiden, bei den 6- bis 18-Jährigen um 33,5%, bei den 15- bis 18-Jährigen um 33,5% und bei den Jungen in dieser Altersgruppe sogar um alarmierende 54,5%, wie der Nachrichtensender n-tv auf seiner Webseite berichtet.

Gründe für die beunruhigende Entwicklung seien u.a. Homeschooling, fehlenden Sportunterricht und Frustessen in der Pandemie. Darunter leide auch die psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen, warnen Experten.

„Homeschooling mit stundenlangem Sitzen vor dem PC, fehlender Sportunterricht, kaum Treffen mit Freunden, geschlossene Sportstätten – die Pandemie mit all ihren Kontaktbeschränkungen hat das Leben vieler Kinder und Jugendlicher lange Zeit aus dem Lot gebracht und Inaktivität gefördert“, zitiert der Nachrichtensender Aileen Könitz, Ärztin und Expertin für psychiatrische Fragen bei der Krankenkasse. Jedoch sei niemand den Risiken für Fettsucht wie falscher, fett- und kalorienreicher Ernährung, Bewegungsarmut und übermäßiger Nutzung von Fernsehen oder Smartphone hilflos ausgeliefert. Könitz verwies in diesem Zusammenhang auf die Vorbildfunktion der Eltern.

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