TRIER. Der seit Mitte September gesperrte Kunstrasenplatz im Moselstadion wird ab Ende dieser Woche wiederinstandgesetzt, sodass er voraussichtlich ab Ende nächster Woche wieder bespielbar ist. Dies teilt die Stadt Trier am Mittwoch mit.
Das Sportamt, als Träger der Anlage, schloss den Platz zuvor aufgrund von Schäden am Oberbelag. Nach und bei einem Turnier Mitte September erhoben Vereine, Trainer und Eltern schwere vorwürfe gegen die Stadt Trier. „Wer kommt für unsere Schäden aus?“ fragten verzweifelte Eltern via lokalo.de.
Der sanierte Platz enthält neben einer Sandschicht auch eine Verfüllung aus Kunststoffgranulat. Infolge der stetig andauernden Hitzephasen mit extrem hohen Temperaturen in den Sommermonaten hatte sich das Granulat aufgeweicht. Dies führte im Betrieb dazu, dass es sich einerseits mit den Halmen verklebte und andererseits an den Sohlen der Fußballschuhe haften blieb. Die Herstellerfirma wird den Platz nun reinigen und mit Quarzsand verfüllen.
Das Kuriose: Bereits vor den Ereignissen im September war dem Sportamt die Situation durch das schmelzende Granulat bekannt. So kam es bereits in den vergangenen Monaten immer mal wieder zu Sperrungen, welche insbesondere den Trainingsbetrieb des Eintracht-Nachwuchses betraf. Aus welchen Gründen sich die Stadt Trier für eine Öffnung am genannten Turnierwochenende entschied, bleibt weiter unklar und auf lokalo.de Nachfrage NICHT beantwortet.
Bereits in der vergangenen Woche informierte der SV Eintracht Trier 05 alle Eltern in den Jugendabteilungen über die weitere geplante Vorgehensweise. Dabei heisst es:
„Es ist uns wichtig zu erwähnen, dass Sperrungen der Plätze am Stadiongelände nicht in der Hand von Eintracht-Trier liegen. Dies obliegt einzig und allein dem Sportamt als Träger der Anlage. Leider wird dies oft fälschlicherweise verwechselt.“
Bleibt zu hoffen, dass der Nachwuchs bald wieder auf dem Kunstrasen trainieren kann und das „Ausweich-Chaos“ für Eltern, Spieler, Trainer und Verein bald ein Ende hat.


















