TRIER. Wie hoch ist das Risiko in meinem Viertel? Welche Versicherung sollte ich abschließen und welche Schutzvorrichtungen einbauen? Diese Fragen stellen sich viele Hausbesitzer in Trier spätestens seit der Kyllflut in Ehrang 2021. Antworten gab es am vergangenen Wochenende bei der gemeinsamen „WasserwerkSTADT“ der Stadt Trier und des Fachverbands BWK.
Nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz vor einem Jahr hat der Berufsverband der Wasser- und Umweltingenieure BWK seinen Bundeskongress erstmals für ein breites Publikum geöffnet.
Mit Trier wurde ein Tagungsort gewählt, der selbst stark betroffen war. Die Stadt Trier war gerne zur Kooperation bereit und bot während der dreitägigen Veranstaltung in der Europahalle Workshops an, in denen die Hochwasser- und Starkregenvorsorge allgemein und spezifisch in allen Stadtteilen behandelt wurde. Die Feuerwehr war auf dem Viehmarktplatz mit Neuanschaffungen präsent, die im Notfall zum Einsatz kommen, wie zum Beispiel ein mobiler Schutzdamm und eine automatische Sandsackabfüllanlage. Beigeordneter Andreas Ludwig erklärte: „Nach den Ereignissen des letzten Jahres wollen wir jetzt das Momentum nutzen, um ein höheres Gefahrenbewusstsein in der Bevölkerung zu erzeugen, bevor alles wieder in Vergessenheit gerät. Jeder muss ein Stück des Risikos selbst tragen.“
Rund 150 Einwohnerinnen und Einwohner nahmen an den vier Stadtteil-Workshops teil. Referenten waren jeweils Markus Ott zum Thema Starkregenrisiko, Michael Eiden zum Thema hochwasserangepasstes Bauen und Andreas Hahn zum Thema Elementarschadenversicherung. Organisiert wurden die Veranstaltungen vom Sachgebiet Gewässerbau im Amt Stadtraum Trier. Auf starkes Publikumsinteresse stießen die Starkregengefahrenkarten, die im Foyer der Europahalle aushingen. Sie zeigen detailliert, welche Siedlungen im Extremfall mit Überschwemmungen rechnen müssen, wenn ein Bach nach heftigen Regenfällen über die Ufer tritt. Wer sich unsicher ist, ob der Hochwasserschutz des eigenen Wohnhauses ein Update benötigt, kann Einzelberatungen mit Mitarbeitern von StadtRaum Trier vereinbaren.














