TRIER. Der Trierer Baudezernent Andreas Ludwig wird sich nicht um eine zweite Amtszeit bewerben, wie die Stadt Trier mitteilt. In einer persönlichen Erklärung zu Beginn der Sitzung des Bau-Dezernatsausschusses nannte der 60-jährige CDU-Politiker private Gründe, die ihn zu dieser Entscheidung veranlasst hätten: „Insgesamt 26 Jahre als Dezernent in verschiedenen Städten sind körperlich zu spüren. Meiner Familie möchte ich nach vielen Jahren der Entbehrung durch meine berufliche Tätigkeit etwas zurückgeben.“
Ludwig war 2015 zur Nachfolgerin von Simone Kaes-Torchiani gewählt worden und trat sein Amt als Beigeordneter für Bauen, Umwelt und Verkehr, zwischenzeitlich auch für Sport, am 1. Mai 2015 an. In seiner Erklärung ließ Ludwig einige Meilensteine seiner achtjährigen Amtszeit, die am 30. April 2023 endet, Revue passieren: Die Verabschiedung des neuen Flächennutzungsplans, Anstoß und Umsetzung großer Wohnbauprojekte wie Castelnau-Mattheis, Jägerkaserne, Burgunderviertel und Lokrichthalle, den Stadtumbau Trier-West, die Eröffnung der ersten Fahrradstraße und die Erhöhung des Anteils des Fahrradverkehrs durch zahlreiche Fördermaßnahmen sowie der organisatorische Umbau des Dezernats mit der Zusammenlegung des Tiefbauamts, des Grünflächenamts und der Stadtreinigung im Energie- und Technikpark.
Im Rathaus wird zurzeit die Neuausschreibung der Beigeordnetenstelle vorbereitet.

















Ich hätte auch keine Lust mich jeden Tag im undankbarsten Dezernat vom Oberbürgermeister schikanieren zu lassen. Erschwerte Verwaltungshemmnisse machen es zudem den restlichen verbliebenen Mitarbeitern schwer Vorgänge ohne zwanzig weitere Unterschriften von Bedenkenträgern zügig abzuarbeiten. Statt flache Hierarchien werden immer weitere Ebenen eingebaut, die diese Art von Arbeit noch weiter erschweren. Bald verwalten sie sich nur noch selbst und alles dreht sich im Kreis. Klare Worte um Beschwerden abzulehnen fehlen, weil es am Ende ein paar Wählerstimmen kosten könnte. Herr Ludwig, alles Gute.