Druck erhöht: Demonstration streikender Busfahrer und Erzieherinnen

Mit einer Kundgebung in Mainz machen die streikenden Busfahrerinnen und -fahrer noch einmal Druck, bevor an diesem Samstag die Busse vorerst wieder rollen. Allerdings muss laut Verdi jederzeit mit weiteren Streiks gerechnet werden.

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Foto: dpa

MAINZ/TRIER. Rund 1500 streikende Fahrerinnen und Fahrer des privaten Busgewerbes sowie streikende Erzieherinnen haben bei einer gemeinsamen Demonstration in Mainz ihrem Unmut über den jeweiligen Tarifkonflikt Luft gemacht.

«Wir haben die Schnauze voll von dem ewigen Hin und Her zwischen den Kommunen und dem Land», sagte der Verdi-Verhandlungsführer für die Busfahrer, Marko Bärschneider. Im Streit um nicht eingelöste Finanzierungszusagen schiebe ständig die eine Seite der anderen die Schuld zu.

Der zweitägige Ausstand der Busfahrer sollte am Freitagabend mit Schichtende auslaufen. An diesem Samstag sollten die Busse dann wieder regulär fahren.

Wann es wieder zu Streiks komme, könne er nicht sagen, erklärte Bärschneider. Es sei aber jederzeit mit neuerlichen Arbeitsniederlegungen zu rechnen, solange die Arbeitgeber nicht den bereits ausgehandelten Manteltarifvertrag unterzeichneten, sagte er. Mit der Beteiligung der Gewerkschaftsmitglieder an dem Demonstrationszug durch die Mainzer Innenstadt und an der Abschlusskundgebung zeigte er sich sehr zufrieden.

Im Sozial- und Erziehungsdienst im Verdi-Bezirk Mittelrhein waren die Beschäftigten am Freitag erneut zu einem Warnstreik aufgerufen. Zahlreiche Kitas sollten geschlossen bleiben. Bei der Demonstration in Mainz forderten Erzieherinnen bessere Rahmenbedingungen und mehr Wertschätzung für ihre Tätigkeit.

Die bundesweiten Tarifverhandlungen im Sozial- und Erziehungsdienst sollen am 16. und 17. Mai in Potsdam in die dritte Runde gehen. Die Gespräche über Eingruppierung und Gesundheitsschutz im Manteltarifvertrag begannen bereits im Sommer 2019, mussten aber wegen der Pandemie im April 2020 unterbrochen werden. Die Gewerkschaften Verdi und GEW fordern Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und eine höhere Eingruppierung von Beschäftigten. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände lehnte die Forderungen

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