HERMESKEIL. Als Mitmach- und Aktionstag findet am 29.4.2022 der zweite Europäische Tag der Streuobstwiesen statt, wie der Naturpark Saar-Husrück mitteilt. Regionale Obst- und Gartenbauvereine, Streuobst-Initiativen, Naturschutzorganisationen, Naturpark-Schulen und Kindergärten können diesen Tag nutzen, um auf die heimischen Streuobstwiesen als Orte der Biodiversität, der Obstvielfalt, der Erwerbsgrundlage, des Genusses und der Erholung hinzuweisen.
Der Naturpark Saar-Hunsrück bietet hierzu vielfältige Veranstaltungen durch die blühenden Naturschätze und Hotspot-Gebiete der biologischen Vielfalt unserer Heimat mit Verkostung der Produkte aus der Streuobstwiese an, zusammen mit den Regionalinitiativen „Ebbes von Hei!“, der Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land oder mit den Betrieben der länderverbindenden Viezstraße. Darüber hinaus bietet der Naturpark in seinen Mitgliedskommunen regelmäßig Obstbaumschnittkurse, Veredlungs- und Baumpflanzkurse an.
Zahlreiche Projekte wurden in Kooperation und mit finanzieller Unterstützung des Naturparks umgesetzt. Dazu zählen z. B. die Neuanlage von Streuobstwiesen und das Streuobst-Revitalisierungsprojekt in Fisch, der Streuobst-Erlebnispfad in Mackenrodt, Obstbaumlehrpfad in Deuselbach oder der Obstsortenlehrpfad in Dhronecken, die auch für die ganze Familie ein
besonderes Naturerlebnisangebot bieten. Weitere Produkte sind die Streuobstwiesenbroschüre für Kinder sowie der Streuobstwiesen-Flyer „Paradiese unserer Heimat“ und „So schmeckt Heimat“, die der Naturpark Saar-Hunsrück alle aus Mitteln des Naturpark-Handlungsprogramms förderte.
Zusammen mit den Regionalinitiativen Ebbes von Hei!, Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land, SooNahe, dem Landschaftspflegeverband Birkenfeld, den Betrieben der länderverbindenden Viezstraße und der Streuobstbörse vom Verband der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz, setzt sich der Naturpark auf vielfältige Weise dafür ein, dass durch eine nachhaltige Landschaftspflege und -nutzung unter dem Motto „Schutz durch Genuss“ die wertvollen Streuobstbestände unserer Heimat erhalten bleiben. Denn mit Gaumenfreude kann auf kulinarische Art mit Messer, Gabel und Glas, die Naturpark-Bevölkerung zur Biodiversität und zum Landschaftsschutz beitragen. Denn Essen und Trinken von einheimischen Produkten ist aktiver Natur- und Heimatschutz.
Die Streuobst-Veranstaltungen im Einzelnen:
Kulinarische Streuobstwanderung mit Baumansprache rund um Rappweiler
Am Freitag, 29. April, 15 bis 17 Uhr, bietet der Naturpark Saar-Hunsrück in Kooperation mit dem Landkreis Merzig-Wadern, der Hochwald-Touristik und der Gemeinde Weiskirchen eine kulinarische Streuobstwanderung rund um das Naturparkdorf Rappweiler an. Auf einem Rundweg vorbei an Streuobstwiesen informiert Hans-Walter Bauer, Mitglieder des Kreisverbands der Obst- und Gartenbauvereine Merzig-Wadern, über die Bedeutung der Streuobstwiesen, die Landschafts-Paradiese unserer Heimat. Sie prägen unsere Kulturlandschaft im Naturpark und sind ökologisch wertvolle Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt.
Damit diese wertvollen und idyllischen Streuobstwiesen auch Zukunft haben, werden Schnittmaßnahmen zur Pflege und zum Erhalt der Baumbestände durchgeführt. Nur so sind eine ertragreiche Ernte und gesundes Obst garantiert. Welche Maßnahmen gegen den Mistelbefall und für eine nachhaltige Pflege unter den Bäumen notwendig sind, wird während der Wanderung erklärt.
Im Anschluss können regionale Produkte von der Streuobstwiese verkostet werden. Die Teilnahmegebühr beträgt 12 Euro pro Person für die Verkostung. Der Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben. Die aktuell gültigen Corona-Vorschriften sind zu beachten. Eine verbindliche Anmeldung ist bei der Naturpark-Geschäftsstelle in Hermeskeil, Telefon 06503/9214-0, erforderlich (Teilnahmebegrenzung).
Obstbaum-Veredlungskurs in Saarfels
Am Samstag, 30. April, 16 bis 18 Uhr, bietet der Naturpark Saar-Hunsrück in Kooperation mit der Gemeinde Beckingen einen Veredlungskurs für Obstbäume an. Mit dieser Vermehrungsmethode von Obstbäumen wird der Sortenerhalt im Naturpark sichergestellt. Zusammen mit Josef Jacoby, Naturpark-Streuobstwiesenexperten aus Tünsdorf, werden Obstbäume mit der Edelreiser-Technik vermehrt, damit regionale alte Obstsorten, Ertrag und Wachstum erhalten bleiben.
Zum Erhalt dieser wertvollen und idyllischen Streuobstwiesen mit Altbaumbestand sind auch Schnitt- und Pflegemaßnahmen notwendig. Nur so ist eine ertragreiche Ernte und gesundes Obst garantiert. Nach der theoretischen Einführung kann das Gelernte auch praktisch umgesetzt werden. Unterlagen und Apfelreiser werden zu Verfügung gestellt. Die veredelten Bäume können im Anschluss mitgenommen und im eigenen Garten oder auf einer Streuobstwiese angepflanzt werden. Die Teilnahmege bühr beträgt 34 Euro pro Person inklusive der Materialkosten und Script.
Der Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben. Die aktuell gültigen Corona-Vorschriften sind zu beachten. Eine verbindliche Anmeldung ist bei der Naturpark-Geschäftsstelle in Hermeskeil, Telefon 06503/9214-0, erforderlich (Teilnahme begrenzt).
Streuobstwanderung „Vom Baum ins Glas“ mit Verkostung in Reinsfeld
Am Sonntag, 1. Mai, 10 bis ca. 13 Uhr, bietet der Naturpark Saar-Hunsrück in Kooperation mit der Viezgarage und der Naturpark-Ortsgemeinde Reinsfeld eine kulinarische Streuobstwanderung mit Spezialitätenverkostung an. Auf einem Rundweg vorbei an Streuobstwiesen und einer anschließenden Besichtigung der Viezgarage in Reinsfeld informieren Jochen Hüther und Stephan Wollscheid über den Weg vom Baum ins Glas.
Streuobstwiesen prägen als bedeutende historische Kulturlandschaften das Landschaftsbild im Naturpark. Als Hotspots der biologischen Vielfalt sind sie zudem ein ökologisch wertvoller Lebensraum für unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt. Gleichzeitig entstehen aus ihnen leckere regionale Streuobstwiesenprodukte, die im Anschluss zur Wanderung bei einem gemeinsamen Ausklang an der Viezgarage verkostet werden können.
Die Teilnahmegebühr beträgt 12 Euro pro Person inkl.Verkostung und kleinem Snack. Der Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben. Die aktuell gültigen Corona-Vorschriften sind zu beachten. Eine verbindliche Anmeldung ist bei der Naturpark-Geschäftsstelle in Hermeskeil, Telefon 06503/9214-0, erforderlich (Teilnahmebegrenzung).















