Der Anteil reiner Elektroautos an den Neuzulassungen in Rheinland-Pfalz ist deutlich gestiegen. Im ersten Quartal 2026 hatte knapp mehr als jeder vierte neu zugelassene Pkw einen batterieelektrischen Antrieb. Gleichzeitig geht der Anteil von Benzinern und Diesel-Fahrzeugen weiter zurück.
Anteil der Elektroautos deutlich gestiegen
MAINZ/KOBLENZ. In Rheinland-Pfalz werden immer mehr Elektroautos neu zugelassen. Nach Zahlen des Statistischen Landesamts lag der Anteil batterieelektrischer Fahrzeuge im ersten Quartal 2026 bei knapp 27 Prozent.
Damit hat sich der Anteil innerhalb von zwei Jahren ungefähr verdoppelt. In den ersten drei Monaten des Jahres 2024 lag er noch bei rund 13 Prozent. Zusammen mit Plug-in-Hybriden entfiel gut ein Drittel aller neuen Pkw auf Fahrzeuge mit zumindest teilweise elektrischem Antrieb.
Benziner und Diesel verlieren Anteile
Insgesamt wurden von Januar bis März rund 26.700 Pkw neu zugelassen. Das waren etwa vier Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Der Anteil klassischer Verbrenner ging weiter zurück. Benziner kamen im ersten Quartal 2026 auf 24 Prozent der Neuzulassungen, Diesel auf 13 Prozent. Im Jahr 2019 hatten Benziner im ersten Quartal noch einen Anteil von 62 Prozent, Diesel lagen damals bei 31 Prozent.
Aktuelle Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts zeigen, dass sich diese Entwicklung auch im April fortsetzte. Einschließlich April lag der Anteil reiner Elektroautos bei den Neuzulassungen bei 27,7 Prozent.
Gründe für die Entwicklung
Verbände und Politik sehen mehrere Gründe für den wachsenden Anteil von Elektroautos. Der ADAC Mittelrhein verweist unter anderem auf eine größere Modellvielfalt, sinkende Betriebskosten und ein zunehmendes Vertrauen in die Alltagstauglichkeit der Fahrzeuge.
Gleichzeitig bestehen bei vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern weiterhin Vorbehalte. Dazu zählen vor allem höhere Anschaffungskosten und Unsicherheiten bei der Ladeinfrastruktur.
Ladeinfrastruktur wächst weiter
Zum 1. April gab es laut Bundesnetzagentur 7.630 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Rheinland-Pfalz. Davon waren 2.849 Schnellladepunkte.
Nach Angaben des Verkehrsministeriums wurden seit Anfang 2025 rund 600 Normalladepunkte und mehr als 750 Schnellladepunkte neu aufgebaut.
Der ADAC sieht das Land insbesondere an Autobahnen und in größeren Städten inzwischen besser aufgestellt. Ausbaubedarf gebe es jedoch weiterhin in kleineren Gemeinden sowie in Wohngebieten ohne private Stellplätze.
Weitere Herausforderungen
Nach Einschätzung des Verkehrsministeriums bleiben beim Ausbau der Ladeinfrastruktur mehrere praktische Fragen offen. Dazu gehören verfügbare Flächen, Netzanschlüsse und technische Komponenten wie Transformatoren.
Umweltschützer verweisen zudem darauf, dass die Verkehrswende nicht allein durch den Wechsel vom Verbrenner zum Elektroauto gelöst werde. Die Deutsche Umwelthilfe fordert parallel unter anderem einen Ausbau von Bahnstrecken im ländlichen Raum und einen verlässlichen öffentlichen Nahverkehr.



















