Erschlagen und in Grube vergraben – Urteil im Mordprozess ohne Leiche wird verkündet

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Foto: Rolf Vennebernd/dpa/Symbolbild

SAARBRÜCKEN. Das Landgericht Saarbrücken verkündet heute das Urteil in einem Mordprozess ohne Leiche.

Den zwei angeklagten Männern im Alter von 56 und 57 Jahren wird vorgeworfen, im September 1991 gemeinsam mit einem dritten Mann einen damals 27-Jährigen aus Völklingen in einen Wald bei Wadgassen gelockt, erschlagen und in einer Grube vergraben zu haben. Die Leiche des Verschwundenen konnte bis heute nicht gefunden werden. Der mutmaßliche dritte Komplize hatte sich im Januar 2021 im Gefängnis das Leben genommen. In einem Abschiedsbrief gestand er die Tat der drei Männer.

Nach der Beweisaufnahme gab es für die Staatsanwaltschaft weder an dem Tod des Mannes noch an der Schuld der Angeklagten Zweifel. Die Verteidigung erklärte dagegen, es gebe außer Zeugen vom Hörensagen keine objektiven Beweise, die ihren Mandanten eine Beteiligung an einem Mord nachweisen könnten. Die Verteidigung hat Freispruch für ihre Mandanten gefordert. Die Staatsanwaltschaft plädiert dagegen jeweils auf eine lebenslange Freheitsstrafe.

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