Ost-West-Querachse in Trier: Elektrobus-Trasse bleibt Favorit vor Seilbahn

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Foto: Stadt Trier

TRIER. Das Baudezernat der Stadtverwaltung Trier favorisiert weiterhin den Elektrobus als Verkehrsmittel für eine neue Querachse, die die Hochschule über den Hauptbahnhof und den Petrisberg mit dem Einkaufszentrum in Tarforst verbinden soll.

Die Vor- und Nachteile, auch im Vergleich mit dem Alternativkonzept einer Seilbahn, wurden jetzt in einem Workshop mit Experten und Vertretern der Ratsfraktionen vertieft.

Der Bau-Dezernatsausschuss hatte sich auf einen zusätzlichen Workshop verständigt, nachdem die von der Stadt beauftragten Gutachter Peter Dietze und Frank Birkhäuer im Mai zu dem Ergebnis gekommen waren, dass ein Elektrobus mit neuer Trasse vom Hauptbahnhof auf den Petrisberg zu bevorzugen sei. Neben Birkhäuer und Dietze nahmen Vertreter der Fraktionen, Dezernent Andreas Ludwig und Henning Lungershausen, Professor für Bauingenieurwesen an der Hochschule Trier, an der Fachtagung im Rathaussaal teil. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Volker Deutsch vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen.
Im Mittelpunkt der Fragen und Diskussionen stand der Vergleich zwischen den folgenden Varianten einer leistungsfähigen Ost-West-Verbindung für den ÖPNV:

  • Elektrobus: Neue Bustrasse zwischen Hauptbahnhof und Tarforst in Verbindung mit einer Busbeschleunigung zwischen Hochschule und Hauptbahnhof.
  • Seilbahn mit „UpBus“: Kombination aus Seilbahn zwischen Hauptbahnhof und Tarforst sowie Hochschule und Moselufer sowie dazwischen autonom fahrende Fahrgastkabinen.

Zu den wichtigsten Argumenten, die für den Bus ins Feld geführt wurden, zählen nach wie vor die Kosten. Selbst wenn man den Vergleich auf den Abschnitt zwischen dem Hauptbahnhof und Tarforst beschränkt, also ohne „UpBus“ und für beide Systeme ohne die Weiterführung bis zur Hochschule, kommen die Gutachter zu dem Ergebnis, dass die Bustrasse auch ohne hohe Förderung günstiger bleibt als die Seilbahn und das bei besserer Leistungsfähigkeit und kürzerer Fahrtzeit. Auch die beträchtliche Steigung vom Hauptbahnhof auf den Petrisberg sei technisch machbar, wie in Betrieb befindliche Referenzstrecken zeigten.

Wichtige Fragen, die im weiteren Verlauf vertieft und geklärt werden müssen, betreffen das Kosten-Nutzen-Verhältnis, die Umweltverträglichkeit und die mit der Bustrasse einhergehende Flächenversiegelung. Diese Aspekte stellen aber aus Sicht von Baudezernent Andreas Ludwig keine unüberwindbaren Hindernisse für die Weiterverfolgung des Projektes dar. Die Verwaltung wird Anfang 2022 eine Vorlage zum weiteren Verfahren in den Rat einbringen.

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