Corona-Patienten aus Rumänien in Koblenzer Bundeswehr-Krankenhaus behandelt

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Foto: dpa-Archiv

KOBLENZ. Krankenhäuser in Deutschland helfen erneut bei der Behandlung schwerkranker Corona-Patienten aus dem Ausland.

Wie die nordrhein-westfälische Staatskanzlei berichtete, sollten am Montag sechs Covid-Patienten aus Rumänien von der Luftwaffe zum Flughafen Köln/Bonn gebracht werden. Vier würden auf Intensivstationen in Bochum, Krefeld und Bergisch Gladbach behandelt, die anderen beiden im Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz (Rheinland-Pfalz).

Die Patienten sollten mit einem Airbus A310 transportiert werden, schrieb der Sanitätsdienst der Bundeswehr auf Twitter. Die Maschine landete am Mittag in Bukarest.

Nur knapp ein Drittel der Rumänen ist laut der EU-Gesundheitsbehörde (ECDC) vollständig geimpft. Die 14-Tage-Inzidenz der Neuansteckungen stieg zuletzt über 1000 pro 100.000 Einwohner und blieb eine der höchsten in der EU.

Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Notlage hat die EU-Kommission bereits zusätzliche Ärzte und medizinische Ausrüstung in das südosteuropäische Land geschickt. «Lebensrettung kennt keine Grenzen», erklärte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU). NRW stehe solidarisch zu seinen europäischen Freunden. «Deshalb ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir auch in der fortgeschrittenen Pandemie helfen, wo wir können.»

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1 KOMMENTAR

  1. Finde ich sehr gut, man muss sich allerdings klar sein, dass die Covid-Krise in Rumänien eigentlich eine Krise des Staates ist: Hohe Korruption, vergammelte medizinische Ausrüstung, fehlendes Personal, das wegen der miesen Bezahlung von ca 300 EUR pro Monat lieber im Ausland arbeitet, katastrophale hygienische Zustände. Da wird jede Erkältungswelle zur lebensbedrohenden Seuche.

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