Briefwahl in Trier bricht alle Rekorde – Stadt sucht weitere Wahlhelfer

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Briefwahlauszählung in der Arena Trier. Foto: Stadt Trier

TRIER.  In fünf Tagen, am Sonntag, 26. September, ist Bundestagswahl. Schon jetzt hat die Anzahl der ausgestellten Briefwahlscheine alle Rekorde in Trier gebrochen.

Im Vergleich zur Landtagswahl im März dieses Jahres gibt es einige Änderungen. Aufgrund der hohen Anzahl an Briefwahlanträgen werden kurzfristig noch weitere Wahlhelfer gesucht.

Das Briefwahlbüro in der Europahalle hat seit seiner Öffnung am 30. August alle Hände voll zu tun. Dort kann man nicht nur seine Briefwahlunterlagen persönlich beantragen und direkt vor Ort seine Stimme abgeben, sondern es werden auch alle eingegangenen Anträge auf Briefwahl bearbeitet. Von insgesamt 78.604 wahlberechtigten Personen haben bereits 34.645 Briefwahl beantragt (Stand: Montag, 12 Uhr). Bei der letzten Bundestagswahl 2017 gaben 23.489 Personen ihre Stimme per Brief ab, bei der Landtagswahl ein Jahr zuvor waren es 17.916. Seit Jahren ist der Anteil an Briefwählern steigend. So waren es bei der Landtagswahl im März dieses Jahres 30.893 Stimmen, die per Briefwahl abgegeben wurden.

Laut Sophie Born, Leiterin des Wahlamts, kämen erfahrungsgemäß auch immer noch viele Bürgerinnen und Bürger kurzfristig im Briefwahlbüro vorbei, um vor Ort zu wählen. Die letzte Chance dazu gibt es am Freitag, 24. September, von 8 bis 18 Uhr. Der ausgefüllte Wahlbrief muss so rechtzeitig versendet werden, dass er spätestens am Wahltag bis 18 Uhr bei der Stadtverwaltung Trier eingeht. Er kann auch unmittelbar in den Briefkasten am Rathaus eingeworfen werden.

Auf den hohen Anteil an Briefwählern hat man sich beim Wahlamt zwar eingestellt, doch aufgrund der hohen Zahl an Briefwahlanträgen sucht die Stadtverwaltung kurzfristig noch weitere Wahlhelfer zur Unterstützung. Born erklärt: „Bei der letzten Bundestagswahl gab es zwölf Briefwahlvorstände, die alle Briefwahlstimmen ausgezählt haben, dieses Mal wird es 30 Briefwahlvorstände geben.“ Wie bei der Landtagswahl werden die Briefwahlstimmen aus Platzgründen in der Arena Trier ausgezählt. Auch die Anzahl an Wahlhelfenden wurde erhöht. Corona-bedingt gab es bei der Landtagswahl nur eine Mindestbesetzung, um Kontakte zu vermeiden. Die 30 Briefwahlvorstände, die am Sonntag Briefwahlstimmen in der Arena Trier auszählen werden, sind derzeit mit je sieben Personen besetzt und sollen um je eine weitere Person ergänzt werden – um den Ablauf des Sortierens und Auszählens zu beschleunigen. Vorkenntnisse sind dafür nicht nötig. Freiwillige Helfer können sich per Online-Formular anmelden auf www.trier.de/wahlen oder per Telefon unter 0651/718-3153.

Bei acht Wahllokalen kommt es im Vergleich zur Landtagswahl dieses Jahres zu Änderungen. Betroffen sind Wahllokale in der Altstadt, Barbara, Ehrang, Eitelsbach, Neu-Kürenz und Olewig:

  • Stimmbezirk 1035 / Altstadt 5; bisheriges Wahllokal: Tufa, Wechselstraße 4; neues Wahllokal: Angela-Merici-Gymnasium, Neustraße 35
  • Stimmbezirk 1043 / Barbara 3 + 5; bisheriges Wahllokal: Polizeipräsidium, Südallee 3; neues Wahllokal: Feuerwehr Trier, LZ Stadtmitte, Löwenbrückener Straße 13/14
  • Stimmbezirk 2011 / Ehrang 1/2/5/7; bisheriges Wahllokal: Bürgerhaus Ehrang, Niederstraße 143/144; neues Wahllokal: Grundschule St. Peter, Oberstraße 8a
  • Stimmbezirk 2013 / Ehrang 3; bisheriges Wahllokal: Jugendtreff, Merowingerstraße 66; neues Wahllokal: Grundschule St. Peter, Oberstraße 8a
  • Stimmbezirk 2051 / Eitelsbach; bisheriges Wahllokal: Scheppers Restaurant, Eitelsbacher Straße 29; neues Wahllokal: Grundschule Ruwer, Franz-Altenhofen-Straße 1
  • Stimmbezirk 4021 / Neu-Kürenz 1; bisheriges Wahllokal: Clubhaus Polizeisportverein, Behringstraße 4a; neues Wahllokal: Seminarraum Wissenschaftspark, Max-Planck-Straße 6
  • Stimmbezirk 4041 / Olewig 1; bisheriges Wahllokal: Grundschule, Auf der Ayl 40; neues Wahllokal: Pfaarsaal St. Anna, Auf der Ayl 34
  • Stimmbezirk 4041 / Olewig 2; bisheriges Wahllokal: Pfaarsaal St. Anna, Auf der Ayl 34; neues Wahllokal: Grundschule, Auf der Ayl 40

Auswirkungen haben die Änderungen insbesondere für Bürgerinnen und Bürger aus dem Ruwerer Ortsteil Eitelsbach. Dort gibt es dieses Jahr kein Wahllokal. Einen besonderen Service bietet deshalb Christiane Probst, Ortsvorsteherin von Ruwer/Eitelsbach: Alle Eitelsbacher, die keine Möglichkeit haben am Wahltag nach Ruwer zu kommen, können sich bei der Ortsvorsteherin melden, dann werden Shuttle-Fahrten organisiert.

Auch in Ehrang kommt es zu einigen Änderungen. Aufgrund des Hochwassers im Juli stehen nicht alle Wahllokale zur Verfügung. Die Stimmbezirke Ehrang 1,2,4 und 7 können nicht wie gewohnt im Bürgerhaus wählen, sondern müssen auf die Grundschule St. Peter ausweichen. Die Grundschule dient ebenfalls für den Stimmbezirk Ehrang 3 als Ausweichlokal. Die Stimmbezirke 5, 6 und 8 bleiben unverändert. Sie wählen im Friedrich-Spee-Gymnasium beziehungsweise im Vereinsheim des SV Ehrang.

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1 KOMMENTAR

  1. Immer schön bequem.Sich ja nicht bewegen. Und ja nicht nachdenken.Zeigt das Gesamtbild unserer Gesellschaft. Und so wird es mit unserem einst sicherem,sauberem,fortschrittlichem Land immer weiter bergab gehen.

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