TRIER. Der Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung Martin Schulz zeigte sich bei seinem Besuch von der Ausstellung im Karl-Marx-Haus in Trier von der Ausstellung beeindruckt. Das zur Friedrich-Ebert-Stiftung gehörende Museum widmet sich dem Leben, Werk und Wirken des Philosophen, Kapitalismuskritikers und Universalgelehrten Karl Marx.
Schulz meinte, Karl Marx müsse als Persönlichkeit seiner Zeit wahrgenommen werden. Daher seien seine Ideen und Analysen keine Blaupausen für unsere Gegenwart. Doch ließe sich mit Marx kritisch über zahlreiche Aspekte wie die künftige Arbeitsgesellschaft und Entwicklung der Demokratie diskutieren: „Das Karl-Marx-Haus ist ein guter Ausgangspunkt um solche Fragen kritisch zu reflektieren und die Zivilgesellschaft zu stärken. Es gilt die global, aber auch bei uns gefährdete Demokratie zu verteidigen.“
Der neue Museumsleiter Dr. Jürgen Schmidt stellte in einem Pressegespräch mit Martin Schulz die konzeptionelle Weiterentwicklung des Hauses vor. Neben der digitalen Vermittlung sollen mit verschiedenen Veranstaltungsformaten die Bürger und Bürgerinnen Triers angesprochen werden. So greift die künftige Sonderausstellungs-Reihe „Freiraum Marx“ „knapp, kontrovers und kompetent“ Facetten der Dauerausstellung auf und vertieft sie. In der Lese- und Diskussionsreihe „Klasse Buch“ wird im November der Sozialreportage-Klassiker „Die Lage der arbeitenden Klasse in England“ von Friedrich Engels als neuer Band der Marx-Engels-Gesamtausgabe vorgestellt. Im nächsten Jahr sind Veranstaltungen unter anderem mit dem bekannten Journalisten Dirk Kurbjuweit sowie der Spiegelbestseller-Autorin Julia Friedrichs und ihrem Buch „Working Class. Warum wir Arbeit brauchen, von der wir leben können“ geplant.















