Info: Bei Rot halten, sonst blitzt es – ab diesem Datum soll „scharf“ geschaltet werden

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Auch der Ampelblitzer an der Kreuzung Kaiser-/Hindenburgstraße ist diese Woche im Testbetrieb. Rotlichtsünder werden zwar geblitzt, erhalten aber keinen Brief und kein Bußgeld. Foto: Stadt Trier

TRIER. Sie sollen die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen, indem Rotsünder geblitzt und zur Kasse gebeten werden: die Ampelblitzer. Vergangene Woche startete das Ordnungsamt mit Testmessungen. Läuft alles glatt, steht der Termin, ab wann scharf geblitzt wird, auch schon fest.

Die Testmessungen an den Kreuzungen Wasserweg/Schöndorfer Straße, Martinsufer/Ausoniusstraße und Kaiserstraße/Hindenburgstraße laufen noch diese Woche. Im Testbetrieb mit Blitzeinsatz werden Rotlichtverstöße dokumentiert und testweise geprüft, ohne dass die betroffenen Personen angeschrieben werden. Der Testbetrieb dient dazu, dass sowohl die Überwachungskräfte als auch das Personal der Bußgeldstelle sich mit den Arbeitsabläufen vertraut machen können. Sofern alles reibungslos verläuft, wird an allen bis dahin geeichten Ampelblitzern ab Montag, 9. August, mit dem echten Messbetrieb begonnen, sodass ab diesem Tag festgestellte Rotlichtverstöße mit den entsprechenden Bußgeldern sanktioniert werden.

Geschwindigkeitsverstöße werden nicht dokumentiert, die Messanlagen liefern lediglich statistische Werte zur Zahl der gemessenen Fahrzeuge verteilt auf einzelne Geschwindigkeiten. Damit kann statistisch die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße ohne Erfassung von Fahrzeugdaten festgehalten und ausgewertet werden. Über die Frage, ob neben den Rotlichtverstößen gleichzeitig auch Geschwindigkeitsüberschreitungen geahndet werden, liegt bisher noch keine Rückmeldung der Aufsichtsbehörden vor. Mit einer Antwort rechnet das Ordnungsamt nicht vor Herbst dieses Jahres.

Der Stadtrat hatte Ende vergangenen Jahres die Anschaffung von sechs Messsäulen beschlossen. Hierbei handelt es sich um Halterungen für die Ampelblitzer, die an verschiedenen Kreuzungen fest installiert werden. Messgeräte gibt es drei. Diese können zwischen den Standorten hin und her wechseln, ohne dass auf den ersten Blick ersichtlich wird, wo gerade kontrolliert wird und wo nicht. Neben den drei genannten Standorten für die Messsäulen gibt es noch zwei am Pacelliufer und eine in der Zurmaiener Straße.

Die Auswahl der Standorte erfolgte anhand der Verkehrsunfallhäufungspunkte, das Katharinenufer gilt als einer der gefährlichsten der Stadt. Des Weiteren müssen die Standorte örtliche und messtechnische Voraussetzungen erfüllen. Die sechs Messsäulen kosten 240.000 Euro. 2022 sollen noch sechs weitere Standorte hinzukommen.

Bußgelder im Detail

– Bei einer Missachtung des Rotlichts unter einer Sekunde ohne Gefährdung des Verkehrs gibt es eine Geldbuße von 90 Euro sowie einen Punkt in der „Verkehrssünderkartei“. Mit Gefährdung werden 200 Euro, vier Wochen Fahrverbot und zwei Punkte fällig.

– Kommt es zu einer Sachbeschädigung kostet das 240 Euro und es gibt zwei Punkte sowie einen Monat Fahrverbot.
Ist die Ampel länger als eine Sekunde rot und man überfährt sie, ohne andere zu gefährden, werden 200 Euro fällig sowie zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Mit Gefährdung anderer kostet es 320 Euro zusätzlich zu den zwei Punkten und dem Fahrverbot. Mit Sachschaden erhöht sich die Geldstrafe auf 360 Euro.

(Text: Björn Gutheil – RathausZeitung Trier)

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3 KOMMENTARE

  1. Wieder mal typisch deutsches Beamten-Klein-Klein:
    Bei Rot über die Kreuzung fahren bitte nur Höchststrafe!!!
    Niemand kann in dem Moment die Gefahrenlage u die Folgen einschätzen. Deshalb kein Pardon!!
    Reicht ja wohl schon, dass die genauen Standorte der Blitzer bekannt gegeben werden.

  2. Da kann ich nur zustimmen. Es ist höchste Zeit – bei Rot über die Ampel ist schon zum Volkssport geworden. Rücksichtlos, auch bei einem Fahrschullehrer konnte ich so ein Verhalten gestern beobachten und das noch vor der Fahrschülerin, unglaublich. Die Strafe müsste viel höher ausfallen.

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