Krisenstab: Fünf Ersatzbrücken im Ahrtal im Bau

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Foto: Boris Roessler/dpa

AHRWEILER. Knapp zwei Wochen nach der zerstörenden Flut im Ahrtal wird an Ersatzbrücken an fünf Standorten gebaut.

«Die ersten vier Brücken, die in Arbeit sind, sind in Insul, Liers, Rech und in der Nähe von Fuchshofen», sagte der Leiter des Krisenstabs, Thomas Linnertz, am Dienstag in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Sie würden federführend von der Bundeswehr errichtet. Zudem sei das Technische Hilfswerk dabei, in Bad Neuenahr-Ahrweiler eine weitere Querung herzustellen. Bei der Hochwasserkatastrophe an der Ahr waren Mitte Juli mehr als 60 Brücken zerstört worden.

Einsatzleiter Heinz Wolschendorf berichtete, die LTE-Versorgung sei «zurzeit vollständig und flächendeckend» wiederhergestellt. Auch die GSM-Versorgung funktioniere bis auf eine Mobilfunkstation wieder. Die Aufräumarbeiten gingen weiter, die Versorgung der Bevölkerung schreite voran. Ein Thema, das verstärkt in den Fokus gerate, sei Ölverseuchung und das Austreten von Chemikalien. Insgesamt aber habe er «das Gefühl, dass wir allmählich in eine Konsolidierungsphase kommen».

Die Zahl der Toten belaufe sich weiter auf 132, sagte Florian Stadtfeld vom Polizeipräsidium Koblenz. Inzwischen konnten demnach 74 Tote identifiziert werden. Nach wie vor in der Bearbeitung seien 73 Vermissten-Fälle. Die Polizei sei weiterhin mit rund 1000 Kräften im Einsatz. Am Dienstag seien sieben Hubschrauber im Dienst, auch für Versorgungsflüge. «Beispielsweise wurde ein Beatmungsgerät in das Einsatzgebiet geflogen.» Zu Nachtzeiten sei die Polizei weiterhin mit mehreren Hundert Kräften vor Ort, sagte er.

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