Trier und Mainz: Studie – Miete für viele Haushalte eine Belastung

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Foto: dpa

TRIER/MAINZ. In Mainz und Trier sind einer Studie zufolge 52 Prozent der Mieterhaushalte durch hohe Wohnkosten überlastet.

Wie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am Dienstag mitteilte, gilt als überlastet, wer mehr als 30 Prozent seines Nettoeinkommens für die Miete ausgibt. Der von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung geförderten Untersuchung zufolge gelten außerdem 50 Prozent der Mieter in Ludwigshafen und 39 Prozent in Koblenz als überlastet.

Vor allem für ärmere Haushalte habe sich die finanzielle Last durch Mietausgaben kaum entspannt. Die verstärkte Bautätigkeit hat der Studie zufolge die Wohnungsnot in den vergangenen Jahren allenfalls geringfügig verbessert. «Für die Menschen in Rheinland-Pfalz ist es schwer, eine bezahlbare Wohnung zu finden», heißt es in der Mitteilung. Vor allem Beschäftigte mit geringen und mittleren Einkommen müssten einen großen Teil ihres Einkommens für Miete aufwenden. Einkommen würden selbst bei guten Tarifabschlüssen «zunehmend von der Miete aufgefressen».

Der DGB fordert deshalb von der nächsten Bundesregierung einen sechsjährigen Mietenstopp. Die Landesregierung müsse entschlossener vorgehen, um den Mangel an bezahlbaren Wohnungen zu beheben. In Rheinland-Pfalz habe sich die Anzahl der Sozialwohnungen seit 2008 um über ein Drittel verringert. Die Landesregierung müsse Fördermittel aufstocken und die Kommunen stärken, damit diese den lokalen Wohnungsmarkt gestalten könnten, forderte der DGB. Das könne durch den Ankauf von Grundstücken oder durch die Stärkung beziehungsweise die Gründung einer kommunaler Wohnungsbaugesellschaft geschehen.

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