DGB Trier fordert: Der 8. Mai muss ein bundesweiter Feiertag werden!

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DGB-Logo. Foto: dpa

TRIER. Zur Erinnerung an die Befreiung vom Nationalsozialismus fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund, den 8. Mai zum nationalen Feiertag zu machen.

Wie der Geschäftsführer der DGB Region Trier, James Marsh in einer Presseerklärung mitteilt, markierte der 8. Mai 1945 die Niederlage Deutschlands im Zweiten Weltkrieg und das Ende der zwölfjährigen Herrschaft der Nazi-Diktatur.

Zum Tag der Befreiung vom Faschismus, der sich in diesem Jahr zum 76-mal jährt, erklärt er weiter:

„Am 8. Mai gedenken wir der Millionen von Menschen, die unter der Schreckensherrschaft der Nazis verfolgt und ermordet wurden, die in den Konzentrations- und Vernichtungslagern Opfer der antisemitischen und rassistischen deutschen Menschheitsverbrechen wurden. Wir haben die Pflicht, die Erinnerung an die Opfer dieser Verbrechen am Leben zu erhalten.“

Darüber hinaus appellieren der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften mit Nachdruck an die Politik, den 8. Mai zu einem bundesweiten Feiertag zu erklären. Dazu Marsh: „Wir wollen, dass der 8. Mai zu einem Tag gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung wird, der die Erinnerung an die Schrecken der Vergangenheit wach hält.

Zudem ist er ständige Mahnung, dass die Idee der Ungleichwertigkeit von Menschen längst kein Relikt der Vergangenheit ist. Daher ist es dringend notwendig, ihn zu einem bundesweiten Feiertag zu erklären. Antisemitische und rassistische Äußerungen finden heute in Deutschland wieder breite Zustimmung. Der Geschichtsschreibung wird von vielen unterstellt, die Verbrechen der Nazis übertrieben darzustellen.

Die extreme Rechte tötet noch immer: Seit 1990 hat rechte Gewalt über 200 Todesopfer in unserem Land gefordert. All dies zeigt, dass der Kampf gegen Rassismus dauerhafte Anstrengungen erfordert. Auch daran muss man am 8. Mai erinnern.“

Der 8. Mai als Feiertag hätte auch als Tag der Demokratie besonderen Symbolwert und sollte deshalb angemessene Würdigung finden. Oder wie es die KZ-Überlebende Esther Bejarano formuliert hat: „Am 8. Mai wäre (…) Gelegenheit, über die großen Hoffnungen der Menschheit nachzudenken: Über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – Schwesterlichkeit.“

„Für die Gewerkschaften ist all das, was sich mit dem 8. Mai verbindet, ein besonderes Erbe. Es ist uns Verpflichtung, beständig für den Erhalt der Demokratie, gegen autoritäre Politikvorstellungen, gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form von Ausgrenzung zu streiten. Dies tun wir mit unserer für alle offenen Arbeit in den Betrieben, indem wir in unseren Organisationen eine demokratische Kultur leben und nicht zuletzt mit gewerkschaftlicher Bildungsarbeit“, so Marsh abschließend.

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