Saarland-Modell soll vorerst weitergehen: Expertenrat empfiehlt «noch» Ampel auf Gelb

0
Oliver Dietze

SAARBRÜCKEN. Die Corona-Ampel im Saarland-Modell soll vorerst noch weiter auf Gelb bleiben: Das hat der Expertenrat, der die Landesregierung zur Corona-Lage berät, in seinem aktuellen Monitoring-Bericht empfohlen. Am Tag zuvor hatten die Experten geraten, die Ampel in Kürze auf Rot zu schalten, wenn sich die Infektionslage nicht verbessere. Da die Inzidenz und der R-Wert aber gesunken seien, sollte die Ampel «noch auf Stufe gelb verbleiben», hieß es in dem Bericht vom späten Donnerstagabend.

Bei einem «Abweichen der Indikatoren» werde jedoch der Umstieg auf Rot empfohlen. Eine rote Ampel heißt laut Landesregierung, dass alle bisherigen Öffnungsschritte zurückgenommen werden und ein «konsequenter Lockdown» folgt. Der Ministerrat wird am Freitag zusammenkommen, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche, war am Donnerstag von 133,2 auf 128,7 gesunken. Der sogenannte R-Wert ging von 1,5 auf 1,1 zurück. Auch die Krankenhausauslastung habe sich im Vergleich zum Vortag nicht verschärft, hieß es im Bericht. Insgesamt sei die Lage aber weiterhin «sehr angespannt» und müsse täglich neu bewertet werden.

Seit dem 6. April läuft im Saarland ein bundesweit beachtetes Modellprojekt, das auf Öffnungen auf der Basis von Schnelltests setzt. Neben der Außengastronomie durften unter anderem auch Fitnessstudios und Theater wieder öffnen – für jene, die einen tagesaktuellen negativen Test dabeihaben.

Seit Montag steht die Ampel bereits auf Gelb – weil die Sieben-Tage-Inzidenz an drei Tagen hintereinander über 100 gestiegen war. Seitdem gilt eine erweiterte Testpflicht – im Einzelhandel und bei Friseuren etwa.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.