Schulen in Trier: Fernunterricht bis Mitte Februar – So geht’s jetzt weiter!

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Foto: dpa-Archiv

TRIER. Mindestens bis Mitte Februar bleiben die meisten Schüler in Rheinland-Pfalz weiter im Fernunterricht. Das ist der für Familien wichtigste Beschluss bei der Verlängerung des Lockdowns durch Bund und Länder.

Die Verhandlungen dauerten auch deswegen sieben Stunden, weil das Thema Schulen sehr umstritten war. Rheinland-Pfalz nutzt die Option für Ausnahmen für die ersten vier Klassen sowie die Abschlussklassen. Eltern jüngerer Kinder müssen sich aber noch etwas in Geduld üben.

Der eigentlich für 25. Januar geplante Start des Wechselunterrichts in den ersten vier Jahrgängen tritt erst am 1. Februar in Kraft. Zudem ist in den Jahrgängen 5 und 6 entgegen der Planung von Anfang Januar noch kein Wechselunterricht möglich. Die Notbetreuung bleibt erhalten. Jugendliche vor den Abschlussprüfungen werden unter Einhaltung der Coronaregeln weiter vor Ort unterrichtet. Nach Aussage von Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig will das Land ab 15. Februar in allen Jahrgängen in den Wechselunterricht zurückkehren – wenn es die Infektionszahlen zulassen.

Die Regelungen zu den Schulen sind ein zentrales Element der Änderung der Corona-Verordnung des Landes, die in Umsetzung der bundesweiten Vereinbarung seit Montag gilt. Weiterer Schwerpunkt ist die Verschärfung der Maskenpflicht: Im ÖPNV sowie beim Einkaufen müssen medizinische Masken getragen werden, also FFP 2- oder OP-Masken. Für Empfängerinen und Empfänger von Grundsicherung wird rund eine Million Masken zur Verfügung gestellt. Zur Begründung der Verschärfungen verwies Ministerpräsidentin Malu Dreyer darauf, dass es zwar eine Besserung der Inzidenzwerte gegeben habe, „die Zahlen aber noch stärker und schneller sinken müssen.“ Hinzu kämen Virus-Mutationen, deren Folgen nicht komplett absehbar seien. Dreyer setzte sich bei den Bund-Länder-Verhandlungen dafür ein, die Einschränkungen nicht im bisherigen Umfang nur im privaten Bereich zu konzentrieren. Daher begrüßte sie auch die verschärften Bestimmungen zum Home-Office.

Der verlängerte Lockdown trifft Familien, Kinder und Jugendliche besonders hart. Professor Fred Zepp, Leiter der Kinderklinik der Universitätsmedizin Mainz, betonte bei der Pressekonferenz des Landes: „Kinder und Jugendliche brauchen soziale Kontakte. Der Austausch und das Miteinander mit Gleichaltrigen sind essentiell für ihre Entwicklung.“ Damit vor allem Kinder aus sozial benachteiligten Familien und mit Lernproblemen nicht auf der Strecke bleiben, hat das Land diverse flankierende Projekte auf den Weg gebracht. Hubig erläuterte: „Mit den Volkshochschulen unterstützen wir ab Frühjahr Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen am Nachmittag in Deutsch und Mathematik. Wir weiten Feriensprachkurse für Schülerinnen und Schüler mit Deutschförderbedarf aus und setzen die Sommerschule als erweiterte Ferienschule fort.“ Bei den Kitas gilt weiterhin der eingeschränkte Regelbetrieb: Besteht dringender Bedarf, können Eltern ihre Kinder dort betreuen lassen. Diese Verlängerung war, so Hubig, vor allem möglich, weil die Eltern dieses Angebot sehr verantwortungsbewusst nutzten.

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