Veranstaltungen verboten, aber Gottesdienste mit bis zu 100 Teilnehmern erlaubt

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Symbolbild; Arne Dedert

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat in einer ersten Änderung der aktuellen Corona-Landesverordnung Gottesdienste mit mehr als 100 Teilnehmern verboten.

«Gottesdienste und Zusammenkünfte von Religions- oder Glaubensgemeinschaften, die den Charakter einer größeren Veranstaltung erreichen, sind untersagt», heißt es in der seit Dienstag wirksamen Änderung zur 14. Corona-Bekämpfungsverordnung, die bis 10. Januar in Kraft ist. In der Begründung wird erläutert, dass bei Berücksichtigung der Religionsfreiheit eine maximale Teilnehmerzahl von 100 Personen möglich sei.

Untersagt wird in der Änderung auch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zum bevorstehenden Jahreswechsel «auf öffentlichen Plätzen sowie auf öffentlichen Straßen». Über das Sprengstoffgesetz wurde bereits ein generelles Verkaufsverbot für Silvesterfeuerwerk eingeführt.

Ergänzend geregelt wurden auch Abhol-, Liefer- und Bringdienste. Diese sind nicht nur für Unternehmen erlaubt, etwa für die ansonsten geschlossenen Buchhandlungen und Restaurants, sondern auch für öffentliche Einrichtungen wie Büchereien. (dpa)

6 KOMMENTARE

  1. Warum gibt es Ausnahmen für Gottesdienste, während die Familienfeier an Weihnachten mit Teilnehmerzahlen beschränkt sind?
    Das ergibt wie fast alle von der Regierung festgelegten Beschränkungen wieder einmal keinen Sinn!!!

  2. Naja, ein Kirchengebäude bietet üblicherweise genug Raum um Abstand zu halten – es gehen ja heute nicht mehr so viele hin. Zudem sitzen die meisten relativ ruhig und unterhalten sich nicht stundenlang dicht voreinander stehend. Nicht bei allen, aber doch bei vielen ist (hoffentlich) auch eine höhere Disziplin vorhanden, sich an die Abstandgebote und andere Vorgaben zu halten (bitte nicht als Pauschalurteil missverstehen – siehe die Essener Pfingstgemeinde…).
    Bei einer Familienfeier, egal ob in einem kleinen oder geräumigen Wohnzimmer oder einen Partyraum, geht es normalerweise doch schon etwas anders zu – nicht aus vorsätzlichem Ungehorsam, sondern weil man im Familienkreis doch einfach vertrauter und lockerer ist. (auch dies ist kein Pauschalangriff, aber gemäß der durchschnittlichen Lebenserfahrung doch der allgemein übliche Trend; der Staat kann halt keine Einzelfallprognose für jede einzelne Familie erstellen: Familie A darf, Familie B nicht…)

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