An alter Synagoge – Stilles Gedenken zur Pogromnacht in Trier

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OB Wolfram Leibe und die Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde, Jeanne Bakal, gedachten gemeinsam der Pogromnacht von 1938.

TRIER. Gemeinsam mit Vertretern der Jüdischen Kultusgemeinde gedachte Oberbürgermeister Wolfram Leibe der Opfer der Pogromnacht vom 9. November 1938.

Coronabedingt gab es in diesem Jahr keine öffentliche Pogrom-Gedenkstunde sondern ein stilles Gedenken. OB Leibe legte am Montagabend gemeinsam mit Jeanne Bakal, der Vorsitzenden der Jüdischen Kultusgemeinde, an der Stele Am Zuckerberg/Metzelstraße einen Kranz nieder. Die Stelle erinnert an die alte und zerstörte Synagoge in Trier. Die Stadtratsfraktionen von CDU und SPD stellten im Vorfeld ebenfalls Blumengestecke an die Stele. Im Anschluss an die Schweigeminute las Yaniv Taran das Gebet „El male Rahamim“ in hebräischer und deutscher Sprache vor. OB Leibe betonte die Wichtigkeit des Gedenktages: „Auch in Pandemie-Zeiten ist es wichtig, an einem solchen Tag innezuhalten. Mit dem Gedenken an die Pogromnacht halten wir die Erinnerung an das grausame Schicksal von vielen von Nazis verfolgten und getöteten jüdischen Bürgerinnern und Bürgern in Trier und in ganz Deutschland wach.“

In der Pogromnacht vor 82 Jahren wurden in Deutschland, so auch in Trier, Synagogen entweiht, geschändet und verwüstet. Zahlreiche Häuser, Geschäfte und Einrichtungen vieler Trierer Juden wurden zerstört. Die Pogromnacht markierte den Beginn der europaweiten systematischen Verfolgung und Vernichtung der Juden durch die Nationalsozialisten.

(Stadt Trier)

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