„Alternativlos“: Intensivstation im Trierer Corona-Krankenhaus öffnet erneut – Klinik-Programme reduziert

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Foto: Lokalo (se)

TRIER. Im Trierer Corona-Gemeinschaftskrankenhaus, das vom Klinikum Mutterhaus und dem Brüderkrankenhaus gemeinsam betrieben wird, werden ab Dienstag wieder besonders schwer erkrankte Patienten aufgenommen. Hierzu wird die Intensivstation, welche aktuell Platz für 21 Patienten bietet und auf 24 Betten hochgefahren werden kann, erneut in Betrieb genommen.

Die Geschäftsführung beider Krankrankenhäuser sieht diesen Schritt aufgrund der zu erwartenden weiter steigenden Zahlen als „alternativlos und notwendig“ und ist davon überzeugt, dass die erneute Öffnung für die Versorgung und die entsprechenden Abläufe der beste Weg sei. Dabei treten beide Krankenhäuser zunächst gemeinsam in Vorleistung und hoffen noch in dieser Woche auf einen erneuten Rettungsschirm der Politik.

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Die aktuelle Situation stelle sich dabei als „herausfordernder als im Frühjahr“ dar, man sei jedoch überzeugt, auch die zweite Welle gemeinsam und erfolgreich bestreiten zu können. Um die neue Herausforderung, gerade in Hinblick auf das Pflege- und Betreuungspersonal, meistern zu können, ist es notwenig das Programm der beiden Krankenhäuser zu reduzieren. Es werden jedoch keine notwendige Behandlungen abgebrochen – was jedoch verschiebbar ist, werde verschoben. Dabei sei es wichtig, dass Menschen mit akuten Problemen weiterhin die Kliniken aufsuchen, betonte Dr. Oliver Kunitz, Chefarzt für Anästhesiologie, Notfall- und Intensivmedizin im Klinikum Mutterhaus.

Gerade die Personalsituation zeige sich aktuell als schwierig und bewege sich an der Grenze, vor allem die des Intensiv-Personals. Demnach werden bei 20 Intensivpatienten zwölf Pflegekräfte, eine Pflegekraft kann sich um 1-2 Patienten kümmern, sowie drei Ärzte, welche sich jeweils um 6-8 Patienten kümmern können, pro Schicht benötigt. Insgesamt wird in drei Schichten an einem Tag gearbeitet.

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Alle derzeitigen neun Covid-Intensivpatienten werden am morgigen Tag in das Gemeinschaftskrankenhaus verlegt. Da die Träger der Kliniken sich darauf geeinigt haben, auch schwer erkranke Patienten aus Belgien je nach Kapazität anzunehmen, könnte die Belegung schon bald steigen. Hier gäbe es bereits seit 14 Tagen verstärkte Anfragen.

Wie lange die Intensivstation geöffnet bleiben muss, ist derzeit nicht absehbar und wird sich in den nächsten Wochen entscheiden, man gehe jedoch mindestens von Weihnachten/ Silvester aus, erläutern die Verantwortlichen.

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