Gegen Hass und Hetze im Netz: Polizei durchsucht mehr als 80 Wohnungen

Sie sollen unter anderem Hakenkreuze gepostet haben: Vier Männer standen am Aktionstag gegen Hass und Hetze im Internet im Fokus der Polizei im Saarland. Ihre Häuser wurden durchsucht.

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ/SAARBRÜCKEN. Im Zuge eines europaweiten Aktionstags gegen Hass und Hetze im Internet hat die Polizei im Saarland am Dienstag vier private Wohnhäuser durchsucht.

Die Ermittlungen richteten sich gegen vier Männer im Alter zwischen 36 und 54 Jahren, teilte das Landespolizeipräsidium in Saarbrücken mit. Den drei Deutschen und einem Italiener werde das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen durch das Posten von Hakenkreuzen, Runen oder anderen verbotenen Symbolen vorgeworfen.

Bei den Durchsuchungen in Saarbrücken und im Umland sei umfangreiches Beweismaterial in Form von Computern, Festplatten und Mobiltelefonen sichergestellt worden. Zudem fanden die Beamten in zwei Fällen verbotene Gegenstände, in einem Fall Betäubungsmittel in geringer Menge. Die Ermittlungen laufen noch.

Nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) waren am Dienstag in elf Bundesländern mehr als 80 Wohnungen oder andere Objekte durchsucht worden. Knapp 100 Beschuldigte sollten zu mutmaßlich von ihnen veröffentlichten Hasskommentaren vernommen werden. Bei der sechsten Auflage des Aktionstages hätten sich in diesem Jahr auch sechs weitere europäische Staaten beteiligt.

In diesen Bundesländern schlugen die Ermittler nach Angaben des BKA außerdem zu: Rheinland-Pfalz, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

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