«Echt bitter»: Kfz-Gewerbe ernüchtert von Konjunkturpaket

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Martin Schutt

REGION. Mit Ernüchterung hat das rheinland-pfälzische Kraftfahrzeuggewerbe auf das Konjunkturpaket der Bundesregierung reagiert. «Der Autohandel in Rheinland-Pfalz leidet seit dem Corona-Lockdown extrem», sagte der Geschäftsführer des Kfz-Landesverbandes, Jens Bleutge, der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Allein im März und April seien dem Autohandel im Land Umsätze von mehr als 600 Millionen Euro entgangen, der Mai sei ebenfalls schlecht gelaufen. Die Höfe der Händler stünden voll mit Fahrzeugen – meist welche mit Verbrennungsmotor.

«Eine Kaufprämie für moderne Verbrenner hätte dem Autohandel mit seinen mehr als 30 000 Arbeitsplätzen in Rheinland-Pfalz dabei geholfen, wieder auf die Beine zu kommen. Dass dies nun ausbleibt, ist echt bitter», befand Bleutge. Hinzu komme, dass die Senkung der Mehrwertsteuer erst zum Juli in Kraft treten solle. «Der Juni wird also erneut ein verlorener Monat für den Autohandel werden, weil die meisten Kunden bis Juli mit dem Autokauf warten werden.»

Die Spitzen der Großen Koalition auf Bundesebene hatten sich am Mittwoch auf das Konjunkturpaket geeinigt. Es sieht neben der Senkung der Mehrwertsteuer unter anderem erhöhte Kaufprämien für Elektroautos vor – die von der Autobranche vehement geforderten Prämien beim Kauf neuer Autos mit Verbrennungsmotor aber gibt es nicht.

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