Appell von vielen Unterstützern: «Kein Geld ohne Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit»

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Patrick Pleul /7 dpa

Mehr als 40 Verbände und Einzelpersonen fordern von der rheinland-pfälzischen Landesregierung mehr Engagement für einen wirksamen Klimaschutz, eine ökologische Verkehrs- und Ernährungswende sowie eine zukunftssichere Arbeitswelt und Wirtschaftsweise. «Die Corona-Maßnahmen haben uns gezeigt, dass Politik und Gesellschaft in der Krise zu entschlossenem Handeln fähig sind», sagte die Landesvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Sabine Yacoub, am Mittwoch bei der Vorstellung des Mainzer Appells zur Krisenbewältigung. «Ein ebenso konsequentes Handeln brauchen wir in der Biodiversitäts- und der Klimakrise.»

Der Landeschef des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Dietmar Muscheid, forderte Investition in moderne Schulen, schnelles Internet, einen attraktiven Personennahverkehr, eine flächendeckende Ladeinfrastruktur für E-Mobilität, mehr Personal im öffentlichen Dienst und ein gutes Gesundheitssystem.

Eine Stärkung des Ökolandbaus und eine bessere Bezahlung von Pflegekräften gehören auch zu den Forderungen des Appells mit dem Titel: «Kein Steuergeld ohne Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit!» Der Leiter der Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Trier, Ludwig Kuhn, betonte die globale Mitverantwortung für faire und gerechte Lieferketten. «Partnerschaften mit Ländern des Südens müssen in dieser Orientierung gestärkt werden.»

Unter den Unterzeichnern sind auch die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, die Arbeitsgruppe Ökologischer Landbau, Attac, der Fahrgastverband Pro Bahn, der Naturschutzbund Deutschland (NABU), der Imkerverband, Fridays for Future, das Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, der Verkehrsclub Deutschland (VCD) sowie Wissenschaftler von Science for Future.

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