++ Erster Corona-Todesfall in Rheinland-Pfalz ++

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Wie das Gesundheitsministerium in Mainz soeben mitteilt, gibt es in Rheinland-Pfalz einen ersten Corona-Todesfall. Es handelt sich um eine 84-jährige Frau aus dem Westerwaldkreis, die am 17. März in instabilem Zustand in die Paracelsus-Klinik in Bad Ems eingeliefert wurde.

In Rheinland-Pfalz ist erstmals ein Mensch an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben. Es handele sich um eine 84-jährige Frau aus dem Westerwaldkreis, teilte das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium am Donnerstag in Mainz mit. Die Frau sei am Dienstag auf die Intensivstation einer Klinik in Bad Ems gebracht worden und dort kurze Zeit später gestorben. Das Ergebnis der Diagnostik liege erst seit kurzem vor.

Zuletzt war die Zahl der Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 im Land sprunghaft gestiegen, zuletzt lag sie bei etwa 750 Fällen (Stand: Donnerstagnachmittag). Ein Großteil der Erkrankungen verläuft bislang eher milde, immer wieder müssen aber auch Patienten mit schwereren Verläufen in den Krankenhäusern behandelt werden.

Das Land hat wegen der Gefahren durch eine schnelle Verbreitung der Lungenkrankheit das öffentliche Leben immer weiter eingeschränkt. Befürchtet wird vor allem, dass ansonsten Krankenhäuser überlastet werden können. Ziel der Maßnahmen ist es, durch eine Verringerung der sozialen Kontakte die Zahl der Neu-Infektionen zu begrenzen.

Zuerst wurden Schulen und Kindertagesstätten bis auf eine Notbetreuung geschlossen. Am Mittwoch mussten auch viele Geschäfte, Kneipen und zahlreiche Freizeiteinrichtungen geschlossen bleiben. Sogar private Ansammlungen von Menschen an einem Ort wie größere Feiern oder Familienfeste sind untersagt.

Öffnen dürfen seither nur Läden des täglichen Bedarfs – dazu zählen Banken, Apotheken und Lebensmittelgeschäfte, aber etwa auch Baumärkte, Tankstellen und Dienstleister wie Friseure oder Waschsalons. Das Verbot von Sonntagsverkauf wird in all diesen Bereichen von 12.00 bis 18.00 Uhr vorerst aufgehoben. Auch Handwerker oder Lieferdienste dürfen weiterarbeiten. Hygienevorschriften müssen eingehalten und der Zutritt zur Vermeidung von Warteschlangen gegebenenfalls gesteuert werden.

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