Frischeküche für die Schüler in Feyen geplant

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TRIER. Pro Jahr werden rund 237.750 Mittagessen an die Trierer Schulen geliefert. Der jährliche Zuschuss schwankt zwischen 305.000 und 350.000 Euro. Das teilte Beigeordneter Andreas Ludwig im Schulträgerausschuss auf eine Anfrage der Grünen mit. Derzeit verfügt keine Schule über eine Frischküche. Es wird aber frisch zubereitetes Essen in Feyen geben, wenn der neue Kindergarten mit eigener Küche neben der Grundschule fertiggestellt ist.

Im laufenden Schuljahr sind in Trier 2236 Kinder und Jugendliche zum Essen angemeldet. im vergangenen Jahr war die Teilnehmerzahl mit 2289 ähnlich hoch. Der Eigenanteil, den die Familien zahlen müssen, beträgt 3,10 Euro pro Mahlzeit. Wenn Familien mit niedrigerem Einkommen einen Förderantrag beim Jobcenter oder beim Jugend- oder Sozialamt gestellt haben, reduziert sich ihr Eigenanteil auf einen Euro. Diese Vergünstigung ist möglich dank der Förderung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung.

Essensausschüsse zur Kontrolle

Derzeit werden im Stadtgebiet alle 17 Ganztagesschulen von Caterern beliefert. Im vergangenen Jahr wurden jeden Monat im Durchschnitt 21.620 Mahlzeiten ausgeliefert. Bei der Auswahl der Caterer ist das Rathaus an die Regelungen des Vergaberechts gebunden. Neben dem Verpflegungssystem gibt es Vorgaben zur Gestaltung der Speisepläne, zur Menge und Ausgabe der Menüs, zur Warmhaltezeit sowie zur Qualität und Hygiene. Ein weiteres zentrales Auswahlkriterium ist der Preis.

Um die Qualität der Mahlzeiten zu überwachen, wurden an einigen Schulen Essensausschüsse gebildet. Zudem besteht für die Bildungseinrichtungen die Möglichkeit, an einem Verfahren der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zur Optimierung der Verpflegung teilzunehmen. Dabei kann eine Zertifizierung vergeben werden, dass das Angebot dem DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung entspricht. Außerdem unterliegen die Schulküchen als Einrichtung zur Gemeinschaftsverpflegung der Lebensmittelüberwachung durch das städtische Ordnungsamt. Ergänzend wird die Catering-Firma an ihrem jeweiligen Standort von der dort zuständigen Behörde überwacht.

Gibt es konkrete Beschwerden vor Ort in den Schulen, werden diese nach Angaben von Ludwig direkt an die Caterer weitergegeben. Bei anhaltenden Problemen werden Berichte von den einzelnen Schulen erstellt und an das städtische Amt für Schulen und Sport weitergeleitet. Die Mitarbeiter an der Essensausgabe sind jeweils bei den Cateringfirmen beschäftigt. Sie müssen ihre Fachkenntnisse bei Kontrollen durch die Lebensmittelüberwachung nachweisen. Zudem werden sie vor dem ersten Arbeitstag über den Infektionsschutz beim Umgang mit den Lebensmitteln belehrt.

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