Nie mehr blöde Sperrtafeln – YouTube und GEMA einigen sich nach 9 Jahren

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TRIER / BERLIN. Wer kennt ihn nicht, das nervige Bild beim Versuch ein YouTube-Video zu starten? „Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar…“. Die Botschaft bekamen YouTube-Nutzer immer wieder zu sehen, wenn sie sich Musikvideos auf dem Portal anschauen wollten. Damit ist es nun vorbei sein.

YouTube und die Musikrechte-Gesellschaft GEMA haben sich nach langem Rechtsstreit geeinigt. Das Videoportal wird nun Abgaben bezahlen.

Laut einem Eintrag auf dem youtube-Creator-Blog, sei heute ein „großer Tag für die Musiklandschaft in Deutschland und man habe eine bahnbrechende Vereinbarung getroffen“.

Dank der Vereinbarung könnten Nutzer in Deutschland „ab sofort noch mehr ihrer Lieblingssongs auf YouTube genießen“, erklärte die Plattform am Dienstag weiter. Von der GEMA vertretene Künstler wiederum profitierten davon, dass sie via YouTube „neue Fans“ erreichten und zugleich ihre Musik auch zu Geld machen könnten.

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Die Google-Tochter YouTube und die GEMA hatten jahrelang über die Bezahlung der Rechteinhaber beim Abruf von Musikvideos über das Internet und andere rechtliche Modalitäten gestritten, teils auch vor Gericht. Einen entsprechenden Nutzungsvertrag gab es zwar bereits, dieser lief jedoch 2009 aus. Danach gab es keine neue Lizenzvereinbarung. Viele Inhalte waren daher für deutsche Nutzer auf YouTube nicht verfügbar – gekennzeichnet wurde dies mit roten Sperrgrafiken.

Nun ist der Zwist offenbar beendet und die Nutzer können alle ihre Lieblingsvideos uneingeschränkt genießen. Laut YouTube würden heute schon so viele vormals gesperrte Videos wie möglich freigeschaltet werden. Man bitte aber um etwas Geduld, da das technisch bedingt etwas dauern könne.

Über die Summe, die YouTube pro Videoabruf an die GEMA zahlt, wurde allerdings Stillschweigen vereinbart.

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