Wäschegalerie Heinemann – Trierer Traditionsunternehmen feiert 145. Jubiläum

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Bildquelle: Wäschegalerie Heinemann

Wenn das Trierer Familienunternehmen Ende Oktober sein 145. Jubiläum feiert, kann Inhaber Christoph auf eine lange und bewegte Vergangenheit des Traditionsgeschäftes zurückblicken. Angefangen mit den Strickwaren seines Ur-Urgroßvaters wandelte sich das Sortiment über die Jahrzehnte und steht heute für Eleganz und beste Qualität, immer orientiert an der aktuellen Mode.

Zwar änderten sich über die Zeit die Vorlieben der Kunden, früher durften es auch einmal Matrosenanzüge sein, die Inhaber der Wäschegalerie wechselten jedoch lediglich ihre Vornamen. Das Unternehmen in Trier befindet sich seit 145 Jahren in Familienbesitz und ist eines der wenigen Wäsche-Fachgeschäfte in der ganzen Bundesrepublik.

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Familientradition seit dem 19. Jahrhundert

„Es ist für mich eine besondere Verpflichtung, den Geschäftsgedanken meiner Vorfahren fortzuführen“, berichtet uns Inhaber Christoph Heinemann.

Das Gründungsjahr des in der Brotstraße ansässigen Geschäftes ist 1871. Die eigentlichen Ursprünge der Wäsche Galerie reichen jedoch noch weiter zurück. Lange vor der Gründung des Unternehmens in Trier haben sich bereits die Vorfahren der Familie Heinemann im Sauerland mit der Herstellung und dem Verkauf von Textilien befasst. Ursprünglich als Nebenerwerb gedacht, verkaufte der Ur-Urgroßvater des heutigen Inhabers Christoph Heinemann, vor rund 195 Jahren bereits Strickwaren. Aus dem Nebenerwerb entstand schnell ein kleines Unternehmen, so konnten die vier Söhne bereits Anfang des 20. Jahrhunderts Verkaufsstellen und Neuss, Düsseldorf, Mönchengladbach und eben Trier eröffnen.

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„Es waren oft die Frauen die das Geschäft am laufen gehalten haben“

Ab dem 1. Oktober 1871 begann Christoph Heinemanns Urgroßvater Josef unter dem Namen „Gebrüder Heinemann“ mit dem Verkauf von Strickwaren in der Trierer Brotstraße. Als Josef kurz nach der Jahrhundertwende verstarb, führte dessen Frau das Geschäft, bis Sohn Heinrich nach dem ersten Weltkrieg übernahm. Heinrich verstarb Anfang des zweiten Weltkrieges, sodass fortan seine Frau das Geschäft übernahm.

Im Dezember 1944 wurde das Gebäude in der Brotstraße bei einem großen Bombenangriff auf die Stadt Trier völlig zerstört, was den Heinemanns aber nicht den Mut nahm. Nach zwei Jahren Pause, 1947, wurde das Geschäft von Hubertus Heinemann, dem Vater des jetzigen Inhabers, erneut eröffnet. 1973 zog das Geschäft dann an seinen jetzigen Standort. Nach dem Tod des Vaters im Jahre 1988, übernahm die Mutter die Geschicke, bis Sohn Christoph das Geschäft ab 1991 übernahm.

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Wäscheboom sorgte für Umstellung

„Im Jahr 1996 gab es in Deutschland einen regelrechten Wäscheboom in Deutschland, da beschlossen wir das Sortiment komplett umzustellen“, berichtet uns Christoph Heinemann. Die einstiegen Strickwaren flogen aus dem Sortiment und das der Unter- und Nachtwäsche in der Wäschegalerie erweitert. Christop Heinemann lachend: „Ab diesem Zeitpunkt wurde Unter- und Nachtwäsche nicht nur funktional, sondern auch unter dem modischen Aspekt betrachtet.“

Neue Herausforderungen

„Natürlich ist die Konkurrenzsituation, vor allem durch die vielen Ketten in der Stadt und den Online-Händlern, heutzutage größer als noch vor 30 Jahren. Bei uns bekommt der Kunde eine professionelle Beratung und Ware von höchster Qualität, was sehr geschätzt wird.“ Einen genauen Zukunftsausblick wagt Christoph noch nicht, er hofft aber, dass die erfolgreiche Geschichte des Familienunternehmens auch in Zukunft weitergeschrieben wird. Dazu befindet sich die Wäschegalerie Heinemann auf dem besten Wege.

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