Trier: Spenden- und Inklusionslauf Viva Bolivia sammelt 5.400 Euro Spenden

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Theo Knopp lief im Anzug, da er vor seinem Sieg auch noch ein Chorkonzert mit dem Jugend-Domchor bestritt.

TRIER – Rund 350 Läuferinnen und Läufer haben während der Heilig-Rock-Tage am
19. April die Turnschuhe für den guten Zweck angezogen und sind beim Spenden- und Inklusionslauf „Viva Bolivia“ des Bistums Trier mitgelaufen.

Mit ihrem Startgeld unterstützen sie Projekte im Partnerland des Bistums Trier, Bolivien. Insgesamt sind mit den Stargeldern und Spenden rund 5.400 Euro zusammengekommen

. Thorsten Hoffmann, Leiter der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier, zeigte sich nach dem Lauf sehr zufrieden: „Wir haben Läuferinnen und Läufer dabeigehabt, die mit einem sportlichen Anspruch dabei waren und tolle Zeiten gelaufen sind. Aber es waren auch Viele einfach für den Spaß dabei, um etwas Gutes zu tun und mit ihrem Startgeld unsere Projekte in Bolivien zu unterstützen.“

Zu der besonderen Gemeinschaftserfahrung gehöre insbesondere der Inklusionslauf, so Hoffmann. „Wir verstehen Inklusion so, dass jeder dabei sein darf, dass jeder wertvoll ist. Und das hat der Lauf gezeigt – mit ganz viel Freude und Begeisterung. Wir nutzen das Geld, um Projekte in Bolivien, dem Partnerland des Bistums Trier, zu unterstützen. Das eine hilft Kindern und Jugendlichen bei der Integration in den Arbeitsmarkt, und das andere ist ein Projekt für suchtkranke junge Männer, die wieder ins normale Leben zurückgeführt werden. Zwei sehr schöne Initiativen, für die wir gute Rückmeldungen erhalten.“

Für die „Incoming”-Freiwilligen, die jedes Jahr aus Bolivien nach Deutschland kommen, um hier einen Freiwilligendienst zu leisten, war es besonders schön zu sehen, dass so viele Menschen hierzulande sich für ihr Heimatland engagieren. Alan Saavedra, María de los Ángeles Romero, Kevin Vallejos, Juan Paul Colmenares, Marisabel Soledad und Corina Pérez halfen dabei, den Läuferinnen und Läufern die Medaillen zu überreichen oder sie mit Mineralwasser und Snacks zu versorgen. Auch zwei Freiwillige aus Ruanda, Deborah Munezero und Jeanette Iradukunda, ließen es sich nicht nehmen, als Streckenposten beim Lauf zu helfen.

Für den Gewinner des Erwachsenenlaufs, Theo Knopp, der beim Postsportverein Trier auch bei landesweiten Wettbewerben auf vordere Plätze läuft, ist die Teilnahme Ehrensache. „Ich finde, Menschen dazu zu motivieren, sich zu bewegen, und damit auch noch eine gute Sache zu unterstützen – besser geht’s doch eigentlich nicht.“ In nur 15:49 Minuten schaffte Knopp die knapp fünf Kilometer locker und lief dann gleich noch eine (Ehren-)Runde – weil Moderator Thomas Stüber fälschlicherweise dachte, er habe erst vier Runden hinter sich gebracht.

Bischof Stephan Ackermann radelte mit den Fahrrad-Begleitern bei den Läufen vorneweg.

Die Besonderheit: Knopp lief in Anzug und Krawatte, da er vorher einen Auftritt mit dem Trierer Domchor hatte. „Das haben wir letztes Jahr schon gemacht und ich finde das irgendwie eine coole Tradition.“

Auch Tina Nottinger, die erste der Frauen mit 21:56 Minuten, freute sich sehr über ihr Ergebnis. „Besonders, weil ich mich auch an der Theologischen Fakultät besonders für Bolivien einsetze, ist das hier superschön für mich“, sagte die junge Frau nach dem Überqueren der Ziellinie.

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