TRIER. Im Streit um mögliche Windkraftflächen im Trierer Stadtgebiet gibt es lauten Protest: Die Bürgerinitiative „Naturschutz Herresthal“ wirbt um Unterstützung und hat eine Unterschriftenaktion gegen Windräder im Wald gestartet. Ziel ist es, das Thema über Herresthal hinaus in die Trierer Stadtgesellschaft zu tragen und weitere Unterstützer zu mobilisieren.
Bürgerinitiative ruft in Trier zur Unterstützung auf
Genannt werden dafür konkret Hans-Alwin Schmitz in Trier-Euren sowie Magret Pfeiffer-Erdel in Trier-Pfalzel. Die Initiative wirbt dabei mit dem Satz: „Jede einzelne Stimme zählt“.
Initiative sieht sich als unabhängig – und nicht grundsätzlich gegen erneuerbare Energien
Nach eigener Darstellung ist die Gruppe parteipolitisch unabhängig. Gleichzeitig betont sie, grundsätzlich für erneuerbare Energien zu sein. Viele Mitglieder nutzten bereits Photovoltaik auf den eigenen Dächern.
Ihren Schwerpunkt setzt die Bürgerinitiative jedoch klar auf den Natur- und Landschaftsschutz. Windräder im Wald lehnt sie nach eigener Darstellung ab.
Diese Argumente führt die Bürgerinitiative an
Unter der Überschrift „Warum wir uns einsetzen“ nennt die Initiative mehrere Punkte, die aus ihrer Sicht gegen Windkraftanlagen in Waldgebieten sprechen.
Dazu zählen nach Angaben der Gruppe:
- die Rodung und Versiegelung von Flächen
- mögliche Auswirkungen auf die Wohn- und Lebensqualität
- ein befürchteter Wertverlust von Immobilien
- gesundheitliche Belastungen durch Lärm und tieffrequenten Schall
- Kritik an den aus ihrer Sicht wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von Windkraftprojekten
- die Frage, wer letztlich von entsprechenden Anlagen profitiert
Dabei handelt es sich um die Positionen der Bürgerinitiative, die sie auf ihrer Website ausführlich darlegt. Dort finden sich unter anderem eigene Aussagen zu „Naturzerstörung“, „Wertverlust von Immobilien“, „Gesundheitsrisiko – Schall“sowie „Unwirtschaftlich / Profiteure“.
Ziel ist der Erhalt von Stadtwald und Landschaft
Als übergeordnetes Ziel nennt die Bürgerinitiative den Schutz des Stadtwalds und der Landschaft rund um Herresthal. Nach eigenen Angaben wolle man die eigene Heimat und das Lebensumfeld „für uns, unsere Kinder und kommende Generationen“ bewahren.
Zugleich wirbt die Initiative um weitere Mitstreiter und bietet auf ihrer Website auch eine Möglichkeit zur direkten Kontaktaufnahme an. Dort wird eine E-Mail-Adresse der Gruppe genannt.
Windkraft-Streit in Trier verlagert sich weiter in die Öffentlichkeit
Mit der Unterschriftenaktion will die Bürgerinitiative offenkundig politischen Druck aufbauen und ihre Position im laufenden Streit um mögliche Windkraftstandorte sichtbar machen.















