Stadt Trier: 550.000 Euro für leere Schulräume – ZDF macht Trierer Fall zum „Hammer der Woche“!

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Screenshot: ZDF Länderspiegel

Trier zahlt 9.250 Euro Miete im Monat für ein Gebäude, das wegen Schimmelbefalls nie genutzt wurde. Der Mietvertrag läuft bis Ende 2028 – insgesamt rund 550.000 Euro.

TRIER. Ein Schulgebäude in der Innenstadt steht leer – doch die Miete fließt weiter. Wie das ZDF am 21. Februar 2026 im „Länderspiegel“ berichtet, zahlt die Stadt Trier monatlich 9.250 Euro für die ehemalige Eberhardschule. Unterricht findet dort keiner statt.

In der Rubrik „Hammer der Woche“ widmeten sich die Autoren Markus Bonkowski und Ludwig Klug dem Fall.

2023 angemietet – 190.000 Euro investiert

Geplant war das Gebäude als Ausweichquartier für zwei Gymnasien. 2023 schloss die Stadt laut ZDF einen Mietvertrag ab und investierte rund 190.000 Euro in Renovierungsarbeiten. Doch bei der Endabnahme im Sommer 2024 stellte das Gesundheitsamt Schimmelbefall in einer Toilette im Keller fest. Das Gebäude wurde gesperrt – und blieb ungenutzt.

Weitere 60.000 Euro für Sanierung

Die Sanierung des betroffenen Bereichs würde laut ZDF mindestens 60.000 Euro kosten. Diese Summe wurde bislang nicht investiert. Der Mietvertrag läuft dennoch weiter – bis Dezember 2028.

Bis dahin werden sich die Mietzahlungen nach Angaben des Senders auf insgesamt rund 550.000 Euro summieren.

Hier gehts zum Beitrag: https://www.zdfheute.de/video/laenderspiegel/hammer-der-woche-aus-trier-100.html

Warum wurde nicht gründlicher geprüft?

Im Beitrag zitierte das ZDF eine schriftliche Stellungnahme der Stadt. Demnach sei das Gebäude bis zur Anmietung als Schulgebäude genutzt und zugelassen gewesen. Deshalb habe man auf eine umfassende bauliche Untersuchung oder ein zusätzliches Gutachten verzichtet.

Aus dem Mietvertrag könne die Stadt nicht vorzeitig aussteigen, heißt es im Fernsehbeitrag weiter.

Bundesweite Aufmerksamkeit

Mit der Einordnung als „Hammer der Woche“ erhielt der Fall bundesweite Aufmerksamkeit. Während andernorts Schulräume knapp sind, bleibt das Gebäude leer – bei laufenden Mietkosten.

Der Vorgang dürfte in Trier weiter für Diskussionen sorgen.

10 Kommentare

  1. Wie immer , Ausreden ich finde das unmöglich wie Gelder rausgeschmissen werden .
    Aber man ja die Babyboomer die Arbeiten dürfen bis 70.
    Zum Kotzen nur noch!!!!

  2. richtig doll und wieder wurde versucht alles zu verschleiern aber es kommt alles raus und es wird auf gedeckt was alles schief läuft weil man verpennt hat erst alles zu prüfen danke an den Länderspiegel

  3. Der eigentliche Hammer ist doch das sowas wieder eher zufällig an die Öffentlichkeit kam und voraussichtlich für die Verantwortlichen mal wieder keine Konsequenzen hat.
    Würde sowas in einen Unternehmen passieren, würde das zur sofortigen Entlassung führen. Steuergelder darf man ja nach Herzenslust verpulvern ohne das man etwas zu befürchten hat. Das muss sich dringend ändern!

  4. Es ist wie immer, Steuergelder werden durch katastrophale Fehler zum Fenster rausgeschmissen, durch Zufall kommt es heraus, Konsequenzen für die Verantwortlichen…null, wahrscheinlich hat die Stadt schon eine weitere Radarsäule bestellt um das Geld wieder einzutreiben, die Grundsteuer hat sie ja schon unverschämt erhöht, in Tarforst um ca. 100%, weiß wovon ich schreibe…

  5. Geld raushauen für was auch immer, Hauptsache es kommt nicht den Leuten zugute,die hier noch einen konstruktiven Beitrag zum Gemeinwohl leisten. Dieses Prinzip findet man doch seit Jahren durchgehend in allen gesellschaftlichen Bereichen.

    An wen wird denn diese Miete gezahlt? Wieso geht der Mieter nicht gegen den Vermieter vor? Wer profitiert von diesem Zustand? Das sind doch die Fragen …

    Fazit: “ Ihr werdet nichts besitzen aber trotzdem glücklich sein.“

  6. Genauso ist mein Empfinden.
    Jetzt im vorliegenden Fall die Stadt Trier – Schulterzucken und keiner übernimmt Verantwortung, ob Politiker der Landesregierung oder Bundesminister, kein Einsehen wem hier zugearbeitet wird.
    Aber in allen Interviews und Talkrunden zu hören – WIR MÜSSEN !

  7. wollte Ob Leibe evtl es auch verscheigen oder eine Taktik verwenden wie er es beim Theater Probe Bühnenbau vorhatte ,baudezernt war da schon Thilo Becker

  8. Im Endeffekt passt das doch gut zur Gesamtdeutschen Situation. Eine Fehlentscheidung nach der anderen und der Bürger zahlt die Rechnung. Das Land ist pleite bis unter die Haarspitzen und wirft das Geld mit beiden Händen zum Fenster raus. Die politische Landschaft gehört mal ordentlich durchforstet und die alten und kranken Bäume müssen entfernt werden damit neues wachsen kann.

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