Engpässe an bestimmten Standorten: Viele ukrainische Schüler an Schulen im Saarland

An saarländischen Schulen werden geflüchtete Kinder und Jugendliche direkt in Regelklassen integriert. Bisher finden alle Platz. Den größten Zuwachs gibt es an Grund- und Gemeinschaftsschulen.

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Grundschüler aus der Ukraine sitzen in einem Klassenzimmer. Foto: Robert Michael / dpa

SAARBRÜCKEN. Im Saarland werden derzeit rund 3150 Kinder aus der Ukraine unterrichtet. Hinzu kommen etwa 6600 Schüler, die aus anderen Herkunftsländern eingewandert oder geflohen sind und keine Deutschgrundkenntnisse besitzen, wie das Bildungsministerium in Saarbrücken auf dpa-Anfrage mitteilte.

Ins laufende Schuljahr 2023/2024 seien bisher gut 2400 geflüchtete Kinder eingeschult worden. Zur Einordnung: Insgesamt gibt es im Saarland in allen Schulformen rund 123.000 Schülerinnen und Schüler.

Ziel sei die zügige Integration von geflüchteten Kindern und Jugendlichen in das saarländische Bildungs- und Betreuungssystem, teilte das Ministerium weiter mit. Daher würden die Schüler an allgemeinbildenden Schulen nicht in sogenannten Willkommensklassen unterrichtet, sondern in Regelklassen integriert. «Unsere Erfahrungen ab 2015 zeigen, dass Integration am schnellsten und besten erfolgt, wenn die Kinder gemeinsam die Schule besuchen.»

Um ihnen das Deutschlernen zu erleichtern, würden zum Beispiel ukrainische Schüler, die dieselbe Schule besuchten, auf mehrere Klassen verteilt und durch Sprachförderlehrer unterstützt. Zu Beginn des Schuljahres sei die Sprachförderung an Schulen deutlich verstärkt worden, hieß es.

Grundsätzlich könne man derzeit allen geflüchteten Kindern im Saarland einen Schulplatz anbieten. In Ballungsgebieten könne es zu Engpässen an bestimmten Standorten kommen, sodass die Kinder dann einem anderen Standort, der vielleicht etwas weiter weg vom Wohnort liege, zugewiesen würden. An etlichen Schulen habe man zudem zu Schuljahresbeginn durch Teilung von Klassen zusätzliche Plätze schaffen können – wo dies räumlich möglich gewesen sei.

Das größte Plus an Schülerzahlen gibt es laut Ministerium an Grundschulen. Dort und an Gemeinschaftsschulen würden sich die meisten geflüchteten Kinder und Jugendlichen verteilen. Insgesamt gut 100 zusätzliche Klassen an Grund- und Gemeinschaftsschulen seien landesweit zum Schuljahresbeginn gebildet worden. Beide Schulformen seien mit zusätzlichem Personal verstärkt worden. (Quelle: dpa)

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